Jux-Wettbewerb ist die besondere Attraktion

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 Beim „Team Rescue“ trug selbst das Pferd Mundschutz und Haube.
Beim „Team Rescue“ trug selbst das Pferd Mundschutz und Haube. (Foto: Silvia Müller)
Silvia Müller

Rund 90 Teilnehmer hatten sich zum sechsten Turnier des Reitvereins „Pferdeparadies Haug“ am Sonntag in Talheim angemeldet. In Führzügel- und Reiterwettbewerben sowie in einer E-Dressur und einem E-Stilspringen haben sich überwiegend Reitschüler gemessen, beziehungsweise erste Turniererfahrungen gesammelt. „Wir haben diesmal auf die größeren Prüfungen wie das A- und L-Springen und die A-Dressur verzichtet. So konnten wir den Fokus auf die Reitschüler legen“, erklärte Turnierleiterin Isabel Goller den Denkansatz.

Mit dieser Entscheidung hat sie mit ihrem Organisationsteam den richtigen Riecher bewiesen. Aufgrund der Witterung wurden alle Prüfungen in die Reithalle verlegt. So hätten die größeren Prüfungen gar nicht durchgeführt werden können.

Froh waren die Helfer des Reitvereins über die Treue der Gäste. Ausreichend warm angezogen trotzten viele Zuschauer der Kälte, so dass der Arbeitsaufwand, der mit der Versorgung der Gäste verbunden war, nicht umsonst war. Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Pommes fanden ausreichend Abnehmer, und in der Garage, die mit Heizpilzen ausgestattet war, ließ es sich auch sitzen.

In der Reithalle bewerteten die erfahrenen Richterinnen Anita Riede, Christa Sardatzke und Brigitte von Briel die Leistungen der Reiter. Die jüngste Teilnehmerin, Mia Hammer, war gerade einmal sechs Jahre alt. Sie ritt das Reitschulpony Pilgrim und freute sich über den vierten Platz. Isabell Goller freute sich über die Meldungen von fünf Frauen und vier Männern, die in einem Reiterwettbewerb starteten. „Dabei handelt es sich um Erwachsene, die entweder schon immer reiten wollten, oder die nach langer Pause wieder damit begonnen haben.“

Abschluss und besondere Attraktion des Turniers war, wie immer, der Jux-Wettkampf. „Jump ´n´ Bike“ nannte er sich diesmal. Die Idee: Ein Reiter bewältigt einen Parcours, übergibt die Reitgerte als Staffelstab an einen Partner, der auf einem „Drahtesel“ die neben den Sprüngen stehenden Pilone durchfahren muss. „Team Rescue“, „Die quietschfidelen Schönbachtäler“, „Esel mit Elan“, „Super Mario Brothers“, „Die Prinzessin und die Pummel-Einhörner“ sowie „Heidi“ nannten sich die sechs teilnehmenden Teams. Mit entsprechender Verkleidung und passender Musik gingen sie an den Start. Alles ging gut, bis sich beim „Alm-Öhi“ aus dem Team „Heidi“ die Wege des Bikes und des Fahrers trennten: Der Radler landete im Hallensand, und so reichte es zuletzt für den ehrenvollen sechsten Platz. Am schnellsten war das „Team Rescue“, Megan Burger auf Chennai und Andreas Burger auf dem Fahrrad.

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