Junge Musiker nehmen fürs Pop-Camp weite Anreisen in Kauf

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Junge Musiker nehmen fürs Pop-Camp weite Anreisen in Kauf

Pop-Camp 2011: Fünf Bands aus ganz Deutschland, zehn Dozenten mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die Räumlichkeiten der Bundesakademie. Eine Woche lang bekommen die 21 jungen Musiker ein intensives und individuelles Training und somit einen kräftigen Schubs auf ihrem Weg „ganz nach oben“.

Die Jury für das mittlerweile siebte Pop-Camp hatte es nicht einfach, als sie Anfang April in Berlin die 86 Nominierungen prüfte. Das Recht, Vorschläge zu machen, haben rund 170 Experten aus der Branche, selbst bewerben können sich Band dagegen nicht. Acht Gruppen wurden im Mai nach Celle zu einem „Live-Audit“ geladen, fünf hiervon dann für die Teilnahme an der Arbeitsphase 1 ausgewählt. Die Musiker im Alter zwischen 22 und 33 Jahren nahmen dafür gerne auch eine weite Anreise auf sich.

„Zehneinhalb Stunden saßen wir in unserem Kleinbus“, berichtet einer der Musiker aus Osnabrück, die Fabian von Wegen begleiten. Aus Berlin reiste Defne Sahin an, eine 26-jährige Sängerin und Komponistin. Ihr hat es die Poesie des türkischen Regimekritikers Nazim Hikmet angetan, die sie jazzig vertont. Begleitet wird sie von drei erfahrenen Instrumentalisten.

„Zwei Sängerinnen und eine Gitarristin, so eine Zusammenstallung hatten wir noch nie“, sagt Pop-Camp-Projektleiter Michael Teilkemeier über „CouCou“, das aparte Trio aus Dresden. Fünfköpfig sind die beiden anderen Gruppen, „Lokomotor“ aus dem fränkischen Hof und „The Astronaut's Eye“ aus Mannheim.

In Trossingen werden Videoclips gedreht, der Unterricht umfasst Themen wie Licht- und Bühnendesign, Kommunikation und Medien und natürlich musikalische Förderung. Auch ein Marketing-Planspiel steht im Programm.

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