Jugendliche sammeln Unterschriften

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Stadtjugendreferentin Lisa Nottmeyer im Gespräch mit den Jugendlichen, die sich für die Erlebniswiese einsetzen wollen .
Stadtjugendreferentin Lisa Nottmeyer im Gespräch mit den Jugendlichen, die sich für die Erlebniswiese einsetzen wollen . (Foto: Robin Möß)
Robin Möß

Ob in naher Zukunft die Erlebniswiese für Jugendliche samt Räumen für das Jugendreferat gebaut werden wird, ist noch offen. Trossinger Jugendliche und das Stadtjugendreferat machen sich für das Projekt stark. Mit einer Unterschriftenaktion sollen sie nun ein weiteres Ausrufezeichen hinter ihre Forderungen nach einem Treffpunkt für Jugendliche gesetzt.

Zu einem Treffen aller interessierter Jugendlichen hatte Stadtjugendreferentin Lisa Nottmeyer für Dienstagnachmittag eingeladen. In überschaubarer Runde diskutierte sie mit den Jugendlichen über die möglichen Alternativen.

Die geplante Erlebniswiese wurde bereits vor Monaten im Gemeinderat vorgestellt (wir haben berichtet), die nächste Sitzung des Gremiums wollen die Jugendlichen nun nutzen, um noch einmal für ihr Vorhaben zu werben: „Wir müssen die Skeptiker und alle anderen auf jeden Fall überzeugen.

Um zu zeigen, dass die breite Masse der Trossinger Teenager hinter dem Projekt steht, sollen nun Unterschriftenlisten in den weiterführenden Schulen verteilt werden. „Am besten gehen wir klassenweise durch die Schule und sammeln“, so ein Teilnehmer.

Stadtjugendreferentin Lisa Nottmeyer weist auf ein Problem hin, das zu erst bewältigt werden muss: „Viele wissen ja noch gar nicht so genau, was die Erlebniswiese sein soll.“

Schnell ist klar, eine Skizze des geplanten Geländes soll die Argumentation unterstützen. Darauf ist dann zu sehen, dass es einen Dirttrail und einen Pumptrack für die jugendlichen Biker, eine neues Basketballfeld, die Skaterstrecke und ein Gebäude für das Jugendreferat mit Partyraum und Theke geben soll. „Klassenpartys und Abschlussfeiern wären hier ebenso möglich“, nennt Nottmeyer zwei Beispiele.

An der kommenden Gemeinderatssitzung am Montag, 22. Oktober, um 17 Uhr, werden sich auch die Jugendlichen mit ihrem Anliegen beteiligen. „Aber wir haben nur 15 Minuten Redezeit“, so die Stadtjugendreferentin. „Wir müssen also ganze Überzeugungsarbeit leisten.“

Das Jugendreferat ist seit Jahren mehr oder minder in Provisorien untergebracht. Derzeit in der ehemaligen Bücherei neben dem Bürgerbüro. Weil diese Räume aber bald wohl von der Rosenschule gebraucht werde, möchte die Stadtverwaltung eine dauerhafte Lösung finden. Die Idee: Auf der Erlebniswiese, die bereits heute gegenüber dem THW-Gelände liegt, soll kräftig gearbeitet werden. Neben den vorhandenen Anlagen soll es unter anderem zusätzliche Radstrecken, einen Multifunktionsberich und ein Gebäude für das Jugendreferat geben. Die Idee: In Containerbauweise könnten Büroräume, ein Treffpunkt für die Jugendlichen und einiges mehr entstehen. Fördergelder sollen die Stadt beim Bau finanziell entlasten. Für das kommende Jahr könnten rund 850 000 Euro Kosten für den Bau auflaufen. Im Sommer hatten Gemeinderäte von FDP und Freien Wählern Kritik an den Kosten geübt. Räte von CDU und OGL hingegen betonten die Notwendigkeit der Jugendarbeit und signalisierten ihre Unterstützung. Eine Entscheidung über die Erlebniswiese ist bisher noch nicht gefallen. (sfk)

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