„Ich brauche das Schreiben“

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Der Star des Tages: Hans-Günther Kölz (zweiter von links) bekommt im Herbst die Trossinger Bürgermedaille verliehen. Frank Kitz
Der Star des Tages: Hans-Günther Kölz (zweiter von links) bekommt im Herbst die Trossinger Bürgermedaille verliehen. Frank Kitzke vom Hohnerklang (links) hat gemeinsam mit Dieter Dörrenbächer vom Hohnerkonservatorium (rechts) Bürgermeister Clemens (Foto: Sabine Felker)
Schwäbische Zeitung
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Hans-Günther Kölz’ Leben und beruflicher Werdegang sind eng mit der Stadt Trossingen verbunden. Als Dozent des Hohnerkonservatoriums, Dirigent des Hohnerklangs und international erfolgreicher Komponist hat er Musikgeschichte geschrieben. Mit der Bürgermedaille werden seine Leistungen nun honoriert.

Wenn Hans-Günther Kölz über sein vielfältiges Wirken spricht, dann spürt man, wie sehr das Multitalent für die Musik brennt. „Ich brauche das Schreiben, die Musik, das Dirigieren und den Austausch mit anderen Musikern“, sagt er.

Im Oktober wird Kölz 60 Jahre alt. Sein Geburtstag und die Verleihung der Bürgermedaille will sein Orchester, der Hohnerklang, dann mit einer Matinée feiern. „Hans-Günther Kölz ist seit 25 Jahren unser Dirigent“, sagt Hohnerklang-Vorsitzender Frank Kitzke. „Er ist in der Szene mit seinen Kompositionen und Arrangements ein Trendsetter. Wir haben ihm sehr viel zu verdanken.“

Daran, dass er sich mit Leib und Seele ins Konservatorium einbringt, lässt Hans-Günther Kölz keinen Zweifel: „Ich lebe das Konservatorium und mache für es alles, was ich tun kann.“ Kölz Strahlkraft innerhalb der Musikszene ist so groß, dass Dieter Dörrenbächer, Geschäftsführer des Hohnerkonservatoriums, sicher ist, dass „eine hohe dreistellige Zahl an Studenten“ sich wegen des Dozenten Kölz für Trossingen entschieden haben. Bürgermeister Clemens Maier betonte: Die Auszeichnung wird nur selten vergeben und nur an Personen, deren Wirken weit über Trossingen hinaus spürbar ist.“

Für die nächsten Monate hat sich Hans-Günther Kölz viel vorgenommen: „Ich will mit dem Hohnerklang nächstes Jahr eine CD rausbringen, da bin ich schon am Schreiben.“ Und natürlich plant er die nächsten Auslandsauftritte seines Orchesters. „Es ist immer toll, wenn man in einem anderen Land gastiert. Viele Fans haben mit meiner Literatur angefangen, ihr Instrument zu erlernen. Das ist dann schon ein tolles Gefühl, auf sie zu treffen.“

Für Hans-Günther Kölz ist „jedes Konzert“ einfach toll. Ohne Musik, ohne Akkordeon, kann er sich sein Leben „nicht vorstellen“.

Später Ehrendirigent?

So wird er auch sicher nicht traurig sein, dass der Hohnerklang ihm eine Ehrung noch lange vorenthalten möchte: „Zum Ehrendirigenten machen wir ihn so bald nicht. Sonst kann er bei uns nicht mehr aktiv mitmachen“, sagt Frank Kitzke lachend.

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