Hohner-Konservatorium hat neuen Chef

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 Bernhard van Almsick (Dritter von links) wird neuer Geschäftsführer des Hohner-Konservatoriums. Mit ihm freuen sich (von links)
Bernhard van Almsick (Dritter von links) wird neuer Geschäftsführer des Hohner-Konservatoriums. Mit ihm freuen sich (von links): Bürgermeister Clemens Maier, Hans-Günther Kölz, seine Frau Helen van Almsick, Finanzdezernent Diethard Bernhard vom Landkreis Tuttlingen und Hohner-Marketingchef Christian Dehn. (Foto: Czilwa)
Frank Czilwa
Redakteur

Bernhard van Almsick von der Landesmusikakademie Nordrhein-Westfalen wird neuer Geschäftsführer des Hohner-Konservatoriums. Mit dem Antritt seines Amts im Sommer dieses Jahres wird der Geschäftsführerposten zugleich von einer bisher 50-Prozent-Stelle zu einer 100-Prozent-Stelle aufgestockt.

Hans-Günther Kölz freut sich besonders, dass es einen neuen Geschäftsführer gibt. Denn nach dem Weggang von Dieter Dörrenbächer, der Leiter der Musikschule Konstanz geworden ist, hat er am 1. Oktober vergangenen Jahres die Geschäftsführung – neben seinem vollen Lehrauftrag – kommissarisch übernommen. Er weiß aus Erfahrung, dass die Aufgaben mit einer halben Stelle kaum zu erfüllen sind. Neben der kaufmännischen Seite hat der Geschäftsführer die pädagogische Seite und inhaltliche Weiterentwicklung des Hohner-Konservatoriums, wo Musikpädagogen mit dem Hauptinstrument Akkordeon ausgebildet werden, maßgeblich zu bestimmen und ist außerdem für Mitarbeiterführung und Personalfindung zuständig.

Bernhard van Almsick will das Profil des „Kons“, wie es auch liebevoll genannt wird, schärfen und seinen „Markenkern“ als „das“ Ausbildungsinstitut für Akkordeonlehrer und im Bereich der Elementaren Musikpädagogik stärken und dabei mit Verbänden wie dem Deutschen Harmonika-Verband DHV oder dem Deutschen Akkordeonlehrer-Verband eng zusammenarbeiten. Zudem möchte er das Konservatorium noch stärker in der Öffentlichkeit und in der Region verankern, etwa durch Examenskonzerte in den Orten.

Die drei Träger des Hohner-Konservatoriums – die Stadt Trossingen, der Landkreis Tuttlingen und die Firma Hohner – hatten sich unter rund 15 Kandidaten zu entscheiden. Trossingens Bürgermeister Clemens Maier, Diethard Bernhard, Finanzdezernent des Landkreises Tuttlingen, und Christian Dehn, Marketingchef bei Hohner, sind sich als Vertreter der Träger einig, dass sie mit van Almsick eine gute Wahl getroffen haben, der für das Hohner-Konservatorium – so Christan Dehn: – „Zukunftsweichen stellen und es weiter nach vorne bringen wird“.

1962 im Münsterland geboren, hat Bernhard van Almsick zunächst Theologie studiert, dann Kirchenmusik. Viele Jahre hat er in Münster als Kirchenmusiker gewirkt, bevor er dann zur Landesmusikakademie Nordrhein-Westfalen kam, wo er heute als Dozent für Chorleitung und als Bildungsreferent tätig ist, und Kurse und Lehrgänge vor allem für Laien und Amateure konzipiert und organisiert. „Mein Vater hatte ein Hohner-Akkordeon und die Firma Hohner ist mir von Kind auf ein Begriff gewesen“, erzählt van Almsick

Bernhard van Almsick leitet in seiner Freizeit den Westfälischen Kammerchor Münster und hofft, auch in seiner neuen Heimat – nach Ablauf seiner Kündigungsfrist, spätestens am 1. Juli, wird er die Geschäftsführung antreten – als Chorleiter tätig sein zu können.

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