Hochkarätige Konzertstunde

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Der Erlös der Musik zur Kaffeestunde kommt dem Förderverein des Dr.-Karl-Hohner-Heims zugute.
Der Erlös der Musik zur Kaffeestunde kommt dem Förderverein des Dr.-Karl-Hohner-Heims zugute. (Foto: Reichle)

Ein hochkarätiges, aber weithin auch heiteres Konzert von Studierenden der Musikhochschule haben am vergangenen Sonntag Heimbewohner und Gäste bei der „Musik zur Kaffeestunde“ des Fördervereins im Dr.-Karl-Hohner-Heim erlebt.

Mit großer Leidenschaft und sichtbarer Freude trugen die chinesisch-kanadische Klarinettistin Emerald Sun, der französisch-neuseeländische Violoncellist Martin Roberts und die deutsche Pianistin Stefanie Berger das „Trio für Klavier, Klarinette und Violoncello, Op.11“, von Ludwig van Beethoven vor. In herrlichem Zusammenspiel und Zwiesprache der Instrumente erklang im ersten Satz das Thema mit hellen, klaren Klarinettentönen, feinem, weichem Celloton und flottem, dynamischem Klavierspiel.

„Der Korsar der Liebe“

Frisch und lebendig war auch der zweite Satz zu hören, in dem sich schnelle Läufe mit bisweilen träumerischen Phasen abwechselten. Mitreißend wurden dann im dritte Satz die Variationen des aus der Oper „Der Korsar aus Liebe“ entnommenen Motivs vorgetragen. Hier konnte man gut verstehen, dass dieses Opernmotiv zu seiner Zeit zu einem Schlager geworden war, weshalb diese ganze Triokomposition dann auch den Namen „Gassenhauer“ erhielt.

Die rumänische Pianistin Mara Gherasim und wiederum Martin Roberts auf dem Violoncello verstanden es meisterhaft, bei ihrem Vortrag von „Pohádka (Märchen) für Violoncello und Klavier“ des tschechischen Komponisten Leos Janácek die Phantasie der Zuhörer anzuregen. Pohádka hat das Märchen vom russischen Zaren Berendej zart und lyrisch musikalisch umgesetzt. Beim Klaviervortrag konnten sich nun die Zuhörer den Hintergrund und die wechselnden Kulissen des Geschehens lebhaft vorstellen, und der Violoncellospieler verstand es, die jeweiligen Gefühle der handelnden Personen im dramatischen Ablauf der Geschichte aufleben zu lassen.

Mit der klangvoll und dynamisch, aber mit scheinbarer Leichtigkeit gefühlvoll und lebendig vorgetragenen „Introduction et Polonaise Brillante, op.3“, beendeten die südkoreanische Pianistin Yedam Kim und der Violoncellist Martin Roberts diese hochkarätige Konzertstunde. Mit großem Beifall brachten die Zuhörer den Künstlern ihre Begeisterung für die staunenswerte großartige Spielkunst zum Ausdruck.

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