Hobby-Musik-Club gibt buntes Jubiläumskonzert

Lesedauer: 4 Min
In die Rolle des „Gigolo“ schlüpfte Steffen Wißmann, der mit diesem Klassiker der Unterhaltungsmusik aus dem Jahre 1929 und sein
In die Rolle des „Gigolo“ schlüpfte Steffen Wißmann, der mit diesem Klassiker der Unterhaltungsmusik aus dem Jahre 1929 und sein
Schwäbische Zeitung

Schöne Stunden zum Muttertag unter dem Motto „Vorwiegend heiter“ haben der Hobby-Musik-Club Trossingen, der Harmonikaclub Neuhausen o. E. und die mitwirkenden Solisten dem Publikum gewünscht. Das traditionelle Frühjahrskonzert wurde in diesem Jahr zum Jubiläumskonzert – 25 Jahre Hobby-Musik-Club.

Von unserer Mitarbeiterin  Ingrid Kohler

Iris Stieler war es, die wie in den vergangenen Jahren das Publikum mit viel Wissenswertem über Komponisten, Arrangeure und Musik in die Stücke einführte. Sie erklärte beispielsweise die „Schwäbischen Skizzen“ – Schwäbische Lieder und Tänze, die der Schwabe Hans Rauch künstlerisch verarbeitete, und die der Hobby-Musik-Club unter Leitung von Frank Vögtle raffiniert ineinander fließen ließ.

Aus den 168 von Walzerkönig Johann Strauß komponierten Walzern wurden die schönsten Melodien zu einem bunten Strauß gemixt. Aus dem Publikum war ein leises Mitsummen zu hören, und die Vorstellung, im Walzertakt über das Parkett des Konzerthauses zu schweben, war verlockend.

Giuseppe Barbuscia, der erste Vorsitzende des Musikverein Böttingen, begleitete den Hobby-Musik-Club als Trompetensolist bei der „Post im Walde“. Den Nerv des Publikums trafen die „Impression in modern“ des 1940 geborenen Schweizers Renato Bui. Frank Vögtle machte aus der Solo-Mundharmonikabegleitung von „A Sentimental Reflection“ kurzerhand ein Duo. Die Schwestern Melanie und Michaela Loes verstehen als Mädchen der Musikstadt Trossingen ihr Handwerk mit der Mundharmonika sehr gut. Ihr Vater Klaus Loes spielt schließlich seit vielen Jahren Akkordeon im Hobby-Musik-Club. Der Trossinger Stadtpfeiffermarsch von Rolf Schneebiegel rief das Publikum in die Pause.

Was den Hobby-Musik-Club Trossingen und den Harmonikaclub Neuhausen o.E. verbindet, erfuhren die Gäste spätestens nach dem Pausenende. Es ist Dirigent Frank Vögtle, der mit dem Harmonikaclub Neuhausen o.E. einen Sprung über den großen Teich machte und die größte Metropole der USA mit musikalischen Impressionen aus New York präsentierte. Die Magie des Stierkampfs und des Flamencos reflektierte ein Abstecher nach Spanien mit der Rhapsodia Andalusia, und mit einem Potpourri klassischer Melodien konnte das Publikum eintauchen in die Welt des Films.

Daniela Weizenegger überzeugte das Publikum mit ihrer Stimme und „The Rose“ von Bette Middler. In die Rolle des „Gigolo“ schlüpfte anschließend Steffen Wißmann, der mit eben diesem Klassiker der Unterhaltungsmusik aus dem Jahre 1929 und seiner ausdrucksvollen dunklen Stimme einen langen Applaus erntete. Vom mitklatschenden Publikum und dem Florentiner Marsch verabschiedete sich der Harmonikaclub Neuhausen in eine kurze Umbaupause.

Beim großen gemeinsamen Finale ergoss sich die Klangfülle beider Orchester unter der Leitung von Frank Vögtle bei „One Moment in Time“ und dem „Fliegermarsch“ hinaus ins Publikum. Die Zugabe „Aufwiedersehen“ war zugleich der Wunsch, das Publikum möge in einem Jahr zum nächsten Konzert wieder kommen. Wer nicht so lange warten möchte, ist eingeladen am 16. Oktober zur Feier des 25-jährigen Jubiläums in der Fritz-Kiehn-Halle mit einem Tanzabend mit den Filderspatzen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen