Hermanns liefern Flügel für „Wetten dass…?“

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Noch sieht es auf der Bühne  chaotisch aus. Ein Team vom Klavierhaus Hermann hat den weißen Flügel  (hier noch in seiner Schutzh
Noch sieht es auf der Bühne chaotisch aus. Ein Team vom Klavierhaus Hermann hat den weißen Flügel (hier noch in seiner Schutzh (Foto: pm)
Eric Zerm

Wenn Showmaster Thomas Gottschalk am kommenden Samstag, 3. Dezember, ab 20.15 Uhr aus Friedrichshafen zum letzten Mal zu spektakulären und skurrilen Wetten einlädt, ist auch ein Stück Trossingen mit auf der Bühne.

Wie Petra Hermann vom Klavierhaus Hermann unserer Zeitung erzählt, stellt das Trossinger Unternehmen einen großen weißen Flügel für die Sendung zur Verfügung. Am Mittwoch haben Hermann-Angestellte das gute Stück bereits nach Friedrichshafen gefahren und dort in der Messehalle A 1 aufgestellt. Kein leichtes Unterfangen, wiegt das 2,12 Meter lange Hohner-Instrument laut Hermann doch rund 400 Kilo.

Am Samstag wird an dem Flügel dann ein Schwergewicht der Rock-Geschichte Platz nehmen. Zu den Gästen der Sendung gehört Meat Loaf, seit 40 Jahren eine feste Größe im Musikgeschäft. Mit „Hell in a Handbasket“ stellt er inzwischen sein zwölftes und bisher persönlichstes Album vor. Bei „Wetten dass…? wird Meat Loaf laut ZDF dann ein Medley aus seinen Songs „I’d do anything for Love“, „You took the Words right of my mouth“ und „All of Me“ präsentieren.

Der Kontakt von Petra und Anton Hermann zu Uli Hogefeld, Leiter des Produktionsstabs bei „Wetten dass…?, reicht schon länger zurück. Als die bekannte Sendung vor zwei Jahren schon einmal in Friedrichshafen gastierte, suchte Hogefeld einen Yamaha-Flügel. Der japanische Instrumenten-Bauer habe ihm dann mitgeteilt, dass es in Trossingen einen Premium-Händler für Yamaha-Flügel gebe, und das Klavierhaus Hermann war dabei. Damals begleitete der Flügel einen Auftritt von Eros Ramazzotti. Petra Hermann weiter: „Jetzt fragte Uli Hogefeld bei uns an, weil er einen weißen Flügel suchte und nirgendwo einen auftreiben konnte.“ Erneut konnte ihm das Trossinger Unternehmen helfen. „Wir haben vor einiger Zeit einen weißen Flügel an einen Kunden vermietet. Der stellt das Instrument jetzt für diese Sendung zur Verfügung.“ Bei Hogefeld haben die Hermanns nun einen dicken Stein im Brett. Petra Hermann: „Er war ganz glücklich und sagte: Ich stehe tief in Ihrer Schuld.“

Vom Glitzer einer großen Show war am Mittwoch unterdessen in Friedrichshafen noch gar nichts zu spüren. Als das Team des Klavierhauses den großen Flügel, geschützt durch eine blaue Schutzhülle, auf die Bühne schoben, wirkte die Halle noch dunkel und chaotisch. Überall um sie herum wimmelte es von Technik, Scheinwerfern und Requisiten. Immerhin war an mehreren Stellen bereits das berühmte „Wetten dass…?“-Logo angeschraubt. Ganz anders wird es am Samstag sein, wenn Thomas Gottschalk sagt: „Topp, die Wette gilt!“ (er)

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