Heimatgeschichte auf Flachbildschirmen

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 Steffen Lippert (links) und Dorian Sauer überreichten den Scheck an Volker Neipp (Mitte).
Steffen Lippert (links) und Dorian Sauer überreichten den Scheck an Volker Neipp (Mitte). (Foto: Robin Möss)
Robin Möß

Im Auberlehaus wird die Technik auf dem aktuellen Stand gehalten: Neu installiert worden sind drei große Flachbildschirme, auf denen Besucher Filme und Fotos passend zur Ausstellung anschauen können. Möglich wurde dies durch die Unterstützung des Trossinger EDV-Unternehmens Lippert, das dem Museum Technik im Wert von 2000 Euro gespendet hat Den Scheck überreichten Steffen Lippert und Dorian Sauer am Mittwoch.

„Dass dieses Museum komplett ehrenamtlich geführt wird, fasziniert mich“, sagte Steffen Lippert über das Engagement von Volker Neipp und seinem Team. Museumsleiter Volker Neipp, Vorsitzender des Arbeits- und Förderkreises Trossinger Heimatmuseum, freut sich über jede Spende: „Wir sind schließlich nicht unendlich monetär gesegnet.“ Der jährliche Zuschuss der Stadt in Höhe von 6000 Euro decke nur einen kleinen Teil der jährlich anfallenden Kosten.

Das Museum sei auf Spenden angewiesen, aus denen auch Freundschaften hervorgehen können. „Es entstehen Beziehungen, die nützlich sind“, so Volker Neipp. So auch mit dem Unternehmen Lippert. „Wir kümmern uns hier um die technischen Geräte und die Elektronik“, erzählte Steffen Lippert. Auf den großen Fernsehern werden einige der über 100 vorhandenen Lehrfilme gezeigt, beispielsweise über die Alemannen und das Stadtbild oder über die Bienen. Auch Diashows gibt es – mit Bildern aus einem Archiv von über 3000 an der Zahl. Auch sonst helfe Lippert überall mit, wo Hilfe zu gebrauchen ist.

Neue Ausstellung ab Mai 2020

Bei der Spendenübergabe zeigte Volker Neipp auch die neue Ausstellung, die im Mai 2020 eröffnet werden soll. Sie befindet sich im ehemaligen Raum des Harmonikamuseums, das umgezogen ist. Nun sollen hier die Arbeits- und Lebenswelten aus dem 20. Jahrhundert gezeigt werden. Szenen von Handwerksstuben wie die des Steinmetzes, Malers, Sattlers oder Flaschners sollen zu sehen sein. Weiter hinten folgen ein Metzger und ein Tante-Emma-Laden, den es in Trossingen auch gegeben habe, wie Volker Neipp erwähnt. „Dort an der Ecke von Löhr- und Rosenstraße – die Treppe sieht man heute noch.“ Seit Januar wird jeden zweiten Samstag gebaut. „Wir liegen hervorragend im Zeitplan“, betont Neipp.

Auch dieses Projekt wird durch Einnahmen und Sponsoring gestemmt. 40 000 Euro sind veranschlagt, „es könnten auch mehr werden“, so Neipp. Doch mit dem dieses Jahr abgelösten Kredit von 50 000 Euro, der nach dem Hagelschaden nötig wurde, sei schließlich auch eine Belastung zu Ende gegangen: „Wir stehen schuldenfrei da“, freut sich der Museumsleiter.

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