Hauptsache, mal wieder gemeinsam singen

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Gemeinsames Singen war im Hof der Musikschule angesagt.
Gemeinsames Singen war im Hof der Musikschule angesagt. (Foto: addicks)

Mit „Hofmusik“ gegen Corona-Tristesse: Zwei Musikpädagoginnen hatten am Montag kleine und große Teilnehmer zu einem munteren Freiluft-Termin in den Hof der Musikschule geladen.

Auf den gebotenen Abstand wurde geachtet: 20 Matten, säuberlich nummeriert, boten den angemeldeten Besuchern Platz. International ging es schon beim Begrüßungslied zu: „Hey, hello, Bon jour…“. Die drei Dutzend Kinder machten begeistert mit, und auch deren Mütter ließen sich nicht lange bitten. Sogar vier Väter waren gekommen und rundeten den Gesang mit ihren sonoren Stimmen ab.

Was man denn alles auf so einer Matte rhythmisch anstellen kann, war das folgende Thema: Antonia schlug „klatschen“ vor, Lukas war eher für „patschen“. Gesagt, getan. Auch als Hannes sich eine Runde „tanzen“ wünschte, machten alle gerne mit. Obwohl die 45 Minuten so entspannt und zufällig wirkten, hatten die Musikpädagoginnen Stephanie Mast und Monikas Kohler den Ablauf genau geplant. Die rote Ukulele stand zur Begleitung bereit, und auch die Verstärkeranlage funktionierte.

Sogar ein zwangloser Kurs in Pantomime gehörte zum Programm: So luden die beiden Leiterinnen zum fiktiven Kaffeetrinken und Kuchenessen. Mmmm, lecker und so kalorienfrei! „Sitztanz Kaffeekränzchen“ hieß das im Programm.

Klanghölzer, vereinzelt auch Kochlöffel oder Äste, kamen zum Einsatz, als die „Vogelhochzeit“ gefeiert wurde. Der Text, laut Wikipedia rund 550 Jahre alt, ist auch heute noch sehr beliebt, wie sich zeigte: „fiderallalalala“.

Zum französischen Vogellied „Alouette“ waren dann Body-Percussion und Interaktion zwischen Geschwistern oder Elternpaar-Kind angesagt. Sogar „hinterrücks Trommeln“ war gefragt.

Auch wenn die Kleinen sicher gerne mit anderen Kindern getanzt hätten, blieben doch alle brav im Bereich ihrer „Matteninseln“. Hauptsache, mal wieder gemeinsam singen und sich bewegen. So kam für viele das Abschiedslied eher zu früh. Hier war sogar frühkindlicher Fremdsprachenunterricht geboten. A Dios, au revoir, doswidanja!

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