Harald Schmid ist neuer Vereinschef

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Gabriel Rinaldi

Die Spielvereinigung hat einen neuen Vorsitzenden. Harald Schmid übernimmt das Amt von Matthias Geist, neuer zweiter Vorsitzender wird Markus Eichhorn. Außerdem hat der Trossinger Verein eine neue Satzung verabschiedet, die für schnellere Abläufe sorgen soll.

Das Vereinsheim an der Achauerstraße war am Freitagabend gut gefüllt, als Matthias Geist die Mitglieder begrüßte. Bewegt kündigte er an, aus familiären Gründen sein Amt abgeben zu müssen. Er zeigte sich dennoch „stolz und froh“, dass mit dem langjährigen Sponsor und Ausschussvorsitzenden Harald Schmid ein Nachfolger gefunden wurde. „Er hat nicht darum gebettelt“, sagte Geist über Schmids Bewerbung, „aber es zeigt sein Herzblut, dass er in den Verein steckt“. Der Verein könne, so Geist, gut in die Zukunft schauen. „Es blutet mir das Herz“, konstatierte der scheidende Vorsitzende und kündigte an, dem Verein als Vorstand Öffentlichkeitsarbeit erhalten zu bleiben.

Die Berichte zeigten den Verein von seiner besten Seite. Spielerobmann Rudi Runge zog ein überwiegend positives Fazit: „Wir haben in den letzten zwei Jahren viel gearbeitet“. Trotzdem gebe es bei einigen Spielern noch Luft nach oben, viele junge Spieler seien noch nicht konstant genug. „Auf überraschende Siege folgen oft unnötige Niederlagen“, so Runge. Es sei allerdings eine junge Mannschaft, man brauche Geduld. Mit einem neuen Trainergespann in der neuen Runde müsse in absehbarer Zukunft der Aufstieg angestrebt werden.

Die Jugendleiter Dennis Naletilic und Marc Haunschild präsentierten die Zahlen und Ergebnisse der Trossinger Nachwuchsspieler. Auch hier zieht sich ein roter Faden durch die voll besetzten Altersklassen: Die 170 Jugendlichen im Alter von vier bis 18 Jahren haben fast alle erfolgreich gespielt, eine gute Trainingsbeteiligung und Teamgeist machen dem Traditionsverein Hoffnung für die Zukunft. Das längerfristige Ziel für die Jugendarbeit: A- bis C-Junioren sollen mindestens in der Bezirksstaffel spielen, so Naletilic. Er appellierte an die Mitglieder: „Wir sind nur so gut wie das Team um uns, Jugendtrainer sind immer gerne gesehen“.

Finanziell erzielte der Verein einen „relativ geringen Überschuss“ im vierstelligen Bereich, wie Finanzvorstand Werner Koch verkündete. Das Darlehen für den Vereinsheimbau sei auf knapp 46 000 Euro abgebaut worden.

Das Highlight des Abends war die einstimmige Verabschiedung der neuen Satzung. Sie definiert nun „Kinderschutz“ als Ziel und enthält Passagen über den Datenschutz. Außerdem wurden die Einladungsmodalitäten grundlegend neu definiert, Erster und Zweiter Vorstand werden ab sofort getrennt gewählt. Die Vorstände können nun außerdem Pauschalen für ihr Ehrenamt erhalten. Ziel sei eine umfassende Modernisierung und die Schaffung von mehr Kontinuität, so Geist.

Mehr Kontinuität - ein Wunsch, den zurzeit viele Trossinger Vereine hegen. Die Spielvereinigung blickt zuversichtlich in die Zukunft, die gute Jugendarbeit schafft ein gutes Fundament: „Die vielen Jugendlichen werden eines Tages nachrücken“, hoffte auch Bürgermeister Clemens Maier. Dafür braucht der Verein auch weiterhin das Engagement vieler Jugendtrainer.

Einstimmig gewählt wurde das komplette Vorstandsteam: Harald Schmid (1. Vorsitzender) und Markus Eichhorn (2. Vorsitzender), Markus Stegmann (Vorstand Sport), Werner Koch (Vorstand Finanzen), Matthias Geist (Vorstand Öffentlichkeitsarbeit), Helmut Steinhilper und Volker Geist (Kassenprüfer) und Silke Dreher, Dietmar Fetzer, Günther Hohner, Ernst Kammerer, Hans-Erich Kienzle, Matthias Klein, Nenad Popovic (Ausschuss). Schmid zeigte sich „motiviert und geehrt“ durch die Wahl, verkündete aber auch: „Ich hoffe, dass Matthias Geist mich in absehbarer Zeit wieder ablöst“. Zwei engagierte Mitglieder verlassen den Vorstand: Spielerobmann Rudi Runge und Ausschussmitglied Werner Dressler traten nicht zur Wahl an.

Geehrt wurden für 20 Jahre Claudio De Gaetano und Wolf Dietrich Burger mit der Silbernen Ehrennadel. Die Goldene Ehrennadel für 40 Jahre erhielten Nenad Popovic und Giuseppe Palilla, abwesend waren Birgit Wenzler und Uwe Heim. Die Ehrenmitgliedschaft für 60 Jahre im Verein wurde Herbert Bergmann und Ernst Kammerer zugesprochen, außerdem erhielt Heinz Messner nachträglich seine Auszeichnung.

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