Gymnasiasten haben immer frisches Trinkwasser

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 Daniel Scherle (von links), Selma Batagan und Nirojan Chandran von der SMV stellten das Projekt beim Wochenmarkt vor.
Daniel Scherle (von links), Selma Batagan und Nirojan Chandran von der SMV stellten das Projekt beim Wochenmarkt vor. (Foto: M. Saito)
Schwäbische Zeitung

Seit Anfang des Schuljahres arbeitet die Schülermitverwaltung (SMV) des Gymnasiums Trossingen an einem neuen Projekt: In Zukunft wird sie in Besitz eines Wasserspenders sein, der die Schüler und Lehrkräfte mit frischem Trinkwasser versorgen wird. Während des Wochenmarkts auf dem Rudolf-Maschke-Platz stellte die SMV ihr neues Projekt der Öffentlichkeit vor.

Zu Anfang dieses Schuljahres stellte sich der Schülersprecher Nirojan Chandran laut Pressemitteilung die Frage, was er am Gymnasium Trossingen verbessern könne. Nachdem die Schule vor einigen Jahren mit Äpfeln aus der Region versorgt wurde, schweifte sein Blick auf die umliegenden Schulen. So kamen er und seine Mitschüler in der SMV auf die Idee des Wasserspenders, der nachhaltig, regional und vor allem gesund sei. „Wir sind davon überzeugt, dass es der richtige Schritt ist, um einen Beitrag zur gesunden Ernährung an unserer Schule zu leisten“, so Chandran zu dem neuen Projekt.

In Kooperation mit der Initiative Durstspiegel arbeitete die SMV des Gymnasiums Trossingen monatelang an der idealen Ausführung dieses Projekts. Die Schule entschied sich schlussendlich für ein Modell mit drei Zapfsäulen mit je einer Zapfleistung von 90 Litern die Stunde.

Der Wasserspender ist jedoch laut Mitteilung „kein Selbstläufer: Strenge Hygienestandards müssen eingehalten werden, der Wasserspender muss alle sechs Monate gewartet werden oder Leitungen für die Kohlendioxid-Versorgung, die die gewünschte Kohlensäure bringt, müssen jedes Jahr ausgetauscht werden“. Deshalb sei der Wasserspender auch eine finanzielle Herausforderung. „Dankbar sind wir dem Rotary Club Hohenkarpfen-Tuttlingen, der Fahrschule Bergmann sowie den engagierten Eltern, die bereits einen Teil der Kosten übernehmen“, lobt Chandran die Zusammenarbeit zwischen den Schülern und Unterstützern des Projektes.

Das Wasserspender-Projekt stellt laut Mitteilung „somit ein Beispiel dar, dass Schüler nicht nur ihre Stimmen auf den Fridays-For-Future-Demonstrationen erheben, sondern auch konkrete Konzepte im Sinne der Nachhaltigkeit ausarbeiten und umsetzen“. Der Wasserspender bringe nämlich nicht nur den Vorteil, dass die kostenlose Wasserzufuhr die Konzentrationsfähigkeit der Schüler erhöhe: Die wiederverwendbaren Flaschen führten dazu, dass unter anderem auf den Transport oder die Reinigung des Leerguts verzichtet werden könne.

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