Gymnasiasten freuen sich über echte Briefe

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 Die Trossinger Gymnasiasten bei der Lektüre der Briefe aus Frankreich.
Die Trossinger Gymnasiasten bei der Lektüre der Briefe aus Frankreich. (Foto: Gymnasium)
Schwäbische Zeitung

Anfang des neuen Schuljahres hat es eine frohe Botschaft für alle Französisch-Lerner am Gymnasium Trossingen gegeben: Die E-Mail einer Deutschlehrerin aus Frankreich flatterte ins Haus, die für ihre Klassen Brieffreunde aus Deutschland suchte. Auch am Gymnasium Trossingen fanden sich in den 7. und 8. Klassen schnell Schülerinnen und Schüler, die an einer Brieffreundschaft interessiert sind, so eine Pressemitteilung.

Die elf- bis 14-jährigen Schülerinnen und Schüler der Privatschule Institution Sainte Colombe leben in und um Brie-Comte-Robert, einem kleinen Ort ungefähr 50 Kilometer südöstlich von Paris. Sie lernen an ihrer Schule Deutsch als zweite Fremdsprache, was besonders sei, da in Frankreich allgemein und so auch an diesem Collège die meisten Spanisch wählen.

Immer wieder fragten die Trossinger Gymnasiasten laut Mitteilung, ob die Briefe bereits unterwegs seien. Mitte Oktober war die Aufregung dann groß, als Post aus Frankreich kam. Der prall gefüllte Briefumschlag enthielt 36 liebevoll gestaltete Briefe, die von Hobbys, Lieblingsfarben, dem französischen Schulalltag und Familienleben der französischen Kinder erzählte. Viele Briefe waren verziert, bemalt oder beklebt, und zeigten manches Mal sogar Fotos.

Der Klasse 8b fiel auf, dass die französischen Schülerinnen und Schüler manchmal dieselben Schlüsse wie sie ziehen: „Die schreiben ,Ich habe 13 Jahre alt‘ und wir sagen ,Je suis 13 ans‘“. Auch das typisch französische Papier, das unserem Millimeterpapier ähnelt, wurde genauestens unter die Lupe genommen. Die Freude über echte Briefe in digitalen Zeiten schien bei den Schülerinnen und Schülern groß zu sein, die feststellten, dass sich die Franzosen mit ihren Briefen wirklich viel Mühe gegeben haben.

Nun dürfen die Trossinger Schülerinnen und Schüler ihre Antwortbriefe gestalten, die dann gesammelt nach Frankreich geschickt werden. Danach soll der Briefkontakt individuell zwischen den Jugendlichen weiterlaufen, denen dabei selbst überlassen ist, in welcher Form und wie sie sich fortan schreiben. „Vielleicht wird ja der ein oder andere Brief noch ganz klassisch per Post seinen Weg ins Nachbarland finden“, so die Mitteilung.

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