Funkenfeuer steht in eisernen Rohren

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 Klaus Loes, Martin Mauch, Hansi Koslowski, Erik Pattloch, Maximilian und Thomas Holfeld (von links) haben alle Hände voll zu tu
Klaus Loes, Martin Mauch, Hansi Koslowski, Erik Pattloch, Maximilian und Thomas Holfeld (von links) haben alle Hände voll zu tun, als sie die gesammelten Bäume auf dem Gauger zum künftigen Funken aufstapeln. (Foto: Robin Möß)
Robin Möß

So wie Weihnachten ist mittlerweile auch die Prozedur nach dem Fest fast schon eine Tradition geworden: das Einsammeln der Christbäume im Januar. Kolpingfamilie und evangelische Kirchengemeinde engagieren sich hierfür gemeinsam – für das Funkenfeuer und für einen guten Zweck.

Bereits um neun Uhr haben Thomas Holfeld und sein Team die Arbeit beim Kolpingheim auf dem Gauger begonnen. „Das Wetter dazu ist heute optimal“, sagt er. „Wir haben damit angefangen, das Gerüst fürs Funkenfeuer aufzubauen“, fährt er fort.

Was die meisten nicht wissen: Im Boden sind Eisenrohre fest verankert, in die die Stützpfeiler fürs Gerüst eingelassen werden. „Das war schon die erste Herausforderung, diese Verankerungen zu finden“, so Holfeld.

Nach und nach liefert der Trupp von der evangelischen Kirchengemeinde die Christbäume der Trossinger an. Es sind viele, sehr viele. Ein im Verhältnis ziemlich kleiner Teil kommt bereits auf das Gerüst. Alle anderen Bäume werden auf Haufen geworfen und kurz vor dem Funkenfeuer aufgelegt.

Machmal hängt noch ein Stern dran

„Wie es aussieht, haben wir genug Bäume“, ist sich Thomas Holfeld sicher. Beim Entladen oder Auflegen der Bäume lässt sich der eine oder andere Stern, der noch an den Bäumen hing, finden und ab und zu seien auch Tannen dabei, die fünf bis sechs Meter groß sind – „wahrscheinlich legen manche Leute eine Tanne aus dem eigenen Garten dazu“, vermutet er. „Diese Bäume sind dann auch nochmal eine Herausforderung.“

Doch schon die üblichen Nordmanntannen machen aus der Arbeit einen Knochenjob. Die Männer nehmen es aber sichtlich locker. Am Tag nach Fastnacht, noch vor dem Funkenfeuer, werden dann alle restlichen Bäume aufgesetzt. Außerdem darf die Puppe nicht fehlen, die mit verbrannt wird – auch der eine oder andere Böller, der von Fastnacht übriggeblieben ist, darf in der Puppe noch seinen Platz finden, sodass das Funkenfeuer ein Erlebnis wird.

„Wenn auch hier das Wetter mitspielt, wird es Essen und Punsch geben, und die Bläserbuben werden spielen“, hofft Thomas Holfeld.

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