Flammen schlagen aus dem Dachstuhl

Lesedauer: 4 Min

Die Flammen schlugen aus dem Dachstuhl. Die Feuerwehr deckte das Dach im Laufe der Nacht teilweise ab, um nach Glutnestern zu s
Die Flammen schlugen aus dem Dachstuhl. Die Feuerwehr deckte das Dach im Laufe der Nacht teilweise ab, um nach Glutnestern zu suchen. (Foto: RALF PFRUENDER)
Sabine Felker

Der Schock sitzt bei vielen auch am Morgen danach noch tief. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ist in einem Wohnhaus in Schura in der Straße In Gehren ein Brand ausgebrochen. Verletzt wurde niemand, der Schaden indes ist immens: 400 000 Euro schätzt die Polizei. Ausgelöst wurde der Brand durch eine Unachtsamkeit beim Grillen.

Kurz vor 21.45 Uhr wurde die Trossinger Feuerwehr durch einen Notruf alarmiert. Flammen schlugen bereits aus dem Dachstuhl. Ein Anwohner, der auf dem Verbindungsweg zwischen Gemeindehaus und Landgasthof „Bären“ hoch in die Straße In Gehren war, entdeckte den Brand wohl zeitgleich mit zwei Personen, die sich im Haus befanden. Wie die Polizei mitteilt, handelte es sich dabei nicht um die Bewohner, die zu diesem Zeitpunkt verreist waren, sondern um gute Bekannte der Familie, die sich um das Haus kümmern sollten. Verletzt wurde niemand.

Bereits am Donnerstagvormittag war die Brandursache durch Kriminaltechniker geklärt: „Auslöser war ein Sack mit Holzkohle, in dem beim Grillen etwas Brennbares gefallen sein muss“, so Thomas Kalmbach, Sprecher des Polizeipräsidiums Tuttlingen. „Der Sack wurde nach dem Grillen neben eine Aufbewahrungsbox aus Kunststoff gestellt. Als der Sack brannte, griff das Feuer auf die Box über und von dort auf die Markise“, so der Pressesprecher. „Von dort suchten sich die Flammen ihren Weg aufs Dach.“ Die Polizei ermittelt nun gegen die zwei Haussitter wegen fahrlässiger Brandstiftung.

Die Trossinger Feuerwehr war, so die Auskunft der Polizei, mit fünf Fahrzeugen und 36 Feuerwehrleuten im Einsatz. Auch die Schnelleinsatzgruppe Spaichingen war vor Ort. Unterstützt wurden sie von drei Einsatzfahrzeugen des DRK mit zehn Helfern, auch das THW schickte ein Fahrzeug, die Polizei selbst war ebenfalls im Einsatz. Um einen besseren Ansatzpunkt für die Löscharbeiten zu haben, mussten die Rettungskräfte einen Baum fällen.

„Die Bestürzung unter den Nachbarn war natürlich groß, eine Frau war so aufgeregt, dass sich das DRK um sie kümmern musste“, so ein Augenzeuge im Gespräch mit der Trossinger Zeitung.

Die Anteilnahme der Nachbarschaft war auch am Morgen nach dem Brand enorm, die Besitzer des Hauses sind fest verwurzelt in der Dorfgemeinschaft. Auch wenn der Schaden am Haus von der Polizei auf 400 000 Euro geschätzt wird, sollte das Dach am Laufe des Donnerstags wieder gedeckt werden, um weitere Schäden durch möglichen Regen zu verhindern, so ein Polizeisprecher.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen