„Fahrradausbeute ist zufriedenstellend“

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 Besonders die Fahrräder finden bei der Fundsachenversteigerung im Rathaus oft ihre Abnehmer.
Besonders die Fahrräder finden bei der Fundsachenversteigerung im Rathaus oft ihre Abnehmer. (Foto: Tzu-Hsuan Chuang)
Tzu-Hsuan Chuang

„Wir hoffen, dass nicht viel übrig bleibt“, sagt Hannah Multrus, die als Vertretung von Thomas Geiger die Fundsachenversteigerung, die auch dieses Jahr wieder im Rathaus stattfand, geleitet hat.

Fundgegenstände wie Fahrräder, Brillen, Uhren, Handys, Geldbeutel und vieles mehr stehen bereit für eine Versteigerung. Die Gebote erfolgen durch Handzeichen, das Startgebot ist jeweils abhängig vom Zustand des Gegenstands. Gezahlt wird an der Kasse bei Nicole Hess.

„Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten.“ So lautet es jedes Mal, wenn ein Fundgegenstand versteigert wird. Gibt es keine Einwände, so erhält das höchste Gebot den Gegenstand nach der Bezahlung samt Quittung ausgehändigt.

Die erzielten Preise gehen dabei von 50 Cent bis 140 Euro. Am beliebtesten sind die zahlreichen Fahrräder, die jedes Jahr angesammelt ankommen. Mehr als die Hälfte davon finden erfolgreich ihren Besitzer. Das höchste Gebot schaffte ein Herrenfahrrad in noch sehr gutem Zustand mit 140 Euro. Bei einem anderen Fahrrad liegt das Startgebot bei 20 Euro, bei dem zunächst niemand Interesse hatte. Nach dem Hinweis „Sattel austauschen, Ständer hinmachen, dann ist es wieder wie neu“ von Multrus, steigt jedoch das Interesse und so geht es letztendlich über dem Startgebot an einen Bieter.

Weniger gut angekommen ist dagegen die Brillenausbeute. Die gibt es von Kinderbrillen, Erwachsenenbrillen bis hin zu Sonnenbrillen. „Hat jemand noch Interesse an Brillen?“, fragt Multrus in die Runde, als noch keine Brille versteigert ist.

Pullover findet neuen Besitzer

Auch eine Tasche mit einem Abi-Pullover wurde bei den Fundsachen abgegeben, der letztendlich seinen neuen Besitzer findet. „Ein kaputtes Bildschirm-Display kann man schnell einrichten“, so Multrus, bei dem Versuch ein Handy zur Versteigerung abzugeben. Ein Kindergeldbeutel mit Inhalt, der jedoch nicht verraten wird, findet nach einem Zögern der Bieter keine Neugierde.

„Das war zufriedenstellend, gerade die Fahrradausbeute“, sagt Multrus nach der Auktion. Obwohl es weniger Bieter waren als im vergangenen Jahr, wurde doch ordentlich viel mitgenommen.

Das angesammelte Geld fließt, wie Multrus berichtet, in die Stadtkasse. „Der nicht versteigerte Rest kommt wieder in den Fundsachenkeller – in der Hoffnung, dass ihn nächstes Mal jemand mitnimmt.“

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