Erstmals gibt es „Trossinger Literaturtage“

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 Susanne Wolf, Susanne Gehringer, Margarete Schmitz, Anke Weier und Ralf Sorg organisieren die ersten Trossinger Literaturtage.
Susanne Wolf, Susanne Gehringer, Margarete Schmitz, Anke Weier und Ralf Sorg organisieren die ersten Trossinger Literaturtage. (Foto: Larissa Schütz)

Drei Tage ganz im Zeichen der Literatur wollen die Trossinger Stadtbücherei, das Koki, Morys Hofbuchhandlung und das Kulturbüro SüdWest auf die Beine stellen - eine in dieser Form einmalige Aktion in der Region. Anlass ist der Welttag des Buches am 23. April.

Für die ersten „Trossinger Literaturtage“ arbeiten Ralf Sorg von der Stadtbücherei, Anke Weier und Ulla Britt-Voigt vom KoKi, Susanne Gehringer und Margarete Schmitz von Morys Hofbuchhandlung sowie Frank Golischewski und Susanne Wolf vom Kulturbüro SüdWest zusammen.

„Zum Weltbuchtag hatten die Stadtbücherei und Morys Hofbuchhandlung schon im vergangenen Jahr eine - deutlich kleinere - Aktion auf die Beine gestellt“, erzählt Ralf Sorg. In diesem Zeitraum zeige auch das Koki generell gerne Literaturverfilmungen, so Anke Weier, so dass eine Kooperation nahe lag. Etwas später stieß auch das Kulturbüro hinzu: „Ich hatte sowieso vor, ein Projekt in diese Richtung zu organisieren“, sagt Susanne Wolf, die seit November in Trossingen tätig ist. „Und da die Wege hier kurz sind, hat sich die Zusammenarbeit schnell ergeben.“

Durch die gemeinsame Arbeit hätten sich neue Aspekte und Ideen ergeben, sagt Ralf Sorg: „Es wäre unglücklich, wenn die Chancen ungenutzt vorüberstreichen würden.“

Mit Unterstützung der Stadt bieten die Institutionen vom 23. bis 25. April ein abwechslungsreiches Kulturprogramm. Am Dienstag, 23. April, gibt es ab 19.30 Uhr Gute-Nacht-Geschichten für Erwachsene in der Stadtbücherei. Es lesen Ralf Sorg, Margarete Schmitz, Anke Weier und Anika Neipp. Das genaue Programm soll eine Überraschung bleiben. Am Mittwoch, 24. April, zeigt das Koki um 20.15 Uhr in der „Linde“ die Romanverfilmung „Deine Juliet“, von Mary Ann Shaffer, die sich dem Gemeinschaftsgefühl widmet, das Literatur auslösen kann. Zum Abschluss am Donnerstag, 25. April, erzählen junge Autoren um 10 Uhr in Morys Hofbuchhandlung über ihre schriftstellerische Arbeit, stellen Auszüge ihrer Werke vor und beantworten Fragen der Zuhörer.

Organisatoren schmieden Zukunftspläne

Die Verantwortlichen fiebern den Literaturtagen mit viel Vorfreude, aber auch ein wenig Anspannung entgegen. „Wir sind ganz gespannt auf das Resumee“, so Weier. Sorg ergänzt: „Es wäre schön, wenn die Literaturtage positiv angenommen werden.“

Gleichzeitig denken sie aber auch schon weiter: Die Literaturtage sollen eine „stetig wachsende, sich etablierende Reihe“ werden, so der Büchereileiter. „Wir möchten in Zukunft auch vielfältig in dem werden, was wir anbieten“, sagt Susanne Wolf. „Es geht darum, die Künste miteinander zu vernetzen.“ Denn wer gerne lese, sei meist auch anderen Künsten zugewandt, meint Margarete Schmitz. „Wir sind offen, was wir 2020 alles machen und selbst gespannt, wer noch zu uns stoßen wird und auf welche Ideen wir noch kommen“, so Wolf. In Trossingen gebe es ein „riesiges Potenzial an Kulturschaffenden“, die sich vernetzen können.

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