Erde hat einen Durchmesser von 1,27 Zentimeter

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 Die Schülerinnen vor ihrem Modell des Sonnensystems.
Die Schülerinnen vor ihrem Modell des Sonnensystems. (Foto: Gymnasium Trossingen)
Schwäbische Zeitung

Wenn die Erde ungefähr so groß wie eine Haselnuss wäre, dann müsste man die Wirklichkeit ganz schön stark verkleinern. Das haben die vier Schülerinnen Kuyilini Markandu, Nora Henn, Jolina und Jessica Krüger der Astronomie AG des Gymnasiums Trossingen zusammen mit ihrem Lehrer Sven Goschkowski in den letzten Wochen gemacht. Das Modell mit einer Sonnenscheibe und den acht Planeten des Sonnensystems kann nun in der Schule besichtigt werden, so eine Pressemitteilung.

Dazu geben Infotafeln Auskunft über das Modell, die Sonne und ihre Planeten.

In den AG-Stunden übten die Schülerinnen zunächst Maßstabsberechnungen, um die gewaltigen Dimensionen des Sonnensystems greifbar zu machen. In einem Maßstab von eins zu einer Milliarde reduziert sich der Durchmesser der Sonne auf 139 Zentimeter. Das heißt: ein Zentimeter im Modell sind in Wirklichkeit 10 000 Kilometer.

Sieht man die Erde davor mit einem Durchmesser von 1,27 Zentimetern, so wirkt sie winzig klein. Der schnelle Planet Merkur, der nur 88 Tage für einen Umlauf um die Sonne braucht, ist im Modell nur 0,5 Zentimeter groß. Die Planeten wurden von Hand vermessen, gebastelt, farblich gestaltet und aufgehängt. Die Entfernungen sind laut Mitteilung natürlich nicht maßstabsgetreu, da müssten die Planeten unterschiedlich viele Meter Abstand zur Sonne haben.

Gespannt waren auch die Teilnehmerinnen der Astronomie AG am 11. November, als sich ein Merkurtransit vor der Sonnenscheibe ankündigte. Mit Teleskop und speziellem Sonnenfilter wartete die Gruppe auf eine klare Sicht, doch zäher Hochnebel verhinderte die Himmelsbeobachtung. Das Vorbeiziehen des Merkurs vor der Sonne ist erst im Jahr 2032 wieder beobachtbar.

Ein großes Erlebnis war für die jungen Forscherinnen der Besuch der Sternwarte Zollern-Alb in Rosenfeld-Brittheim mit Führung und Erklärung des großen Teleskops und Fachvortrag zu astronomischen Erkenntnissen über den Stern von Bethlehem. Gewappnet mit Wissen und Freude über die Astronomie wird die AG im neuen Jahr weitere Themen besprechen, Sternbilder zeichnen, Modelle basteln und Beobachtungen am Abendhimmel einüben.

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