„Ein aufrechter Baum – so wie wir Durchhausener“

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Elmar Mattes, Markus Merz, Horst Walter und Kurt Höfler (von links) haben einen Schneiderapfel-Baum gepflanzt.
Elmar Mattes, Markus Merz, Horst Walter und Kurt Höfler (von links) haben einen Schneiderapfel-Baum gepflanzt. (Foto: Silvia Müller)

Zum Tag des Baumes haben die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins, des Schwäbischen Albvereins und Vertreter der Gemeinde in Durchhausen einen Baum gepflanzt. „Der Baum des Jahres ist zwar die herb-süsse Knausbirne, doch daraus kann man keinen Apfelschnaps machen. Deshalb pflanzen wir in Durchhausen einen Apfelbaum“, erklärte Horst Walter, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins, scherzend.

Der gepflanzte „Schneiderapfel“, eine Schweizer Obstsorte, ist sehr anspruchslos, pflegleicht und wenig krankheitsanfällig. Somit eignet sich dieser Baum besonders gut für den Standort, oberhalb des Vereinsheimes der Hobbygärtner. „Es ist ein aufrechter Baum. So wie wir Durchhausener“, mit diesen Worten lobte Bürgermeister-Stellvertreter Markus Merz den Baum.

Er stellte auch die Frucht vor, die einmal zu erwarten sein wird: Der Schneiderapfel sei ein mittelgroßer, schmackhafter Apfel, mit einer hellgrünen, bis goldgelben Schale, erfuhren die Anwesenden. Er schmecke süßsäuerlich, sei saftig und halbfest. Bei richtiger Lagerung hält der Apfel bis in den März hinein. Er kann als Saft-, Koch- und Backapfel, aber auch zur Gewinnung von Most verwendet werden.

In seiner Ansprache freute sich Markus Merz jedoch auch über die Anwesenheit vieler Einwohner. „In unserer schnellebigen Zeit ist es schön, wenn man sich noch Zeit nimmt, einen Baum zu pflanzen“, sagte Markus Merz. „Das ist hier bei uns aber in aller erster Linie möglich, durch das Engagement der Urgesteine Horst Walter und Kurt Höfler“, fuhr der Bürgermeister-Stellvertreter fort.

Kurt Höfler macht sich in der Gemeinde Durchhausen seit Jahrzehnten um die Pflege der Bäume und Pflanzen auf öffentlichen Flächen verdient. Auf sein Alter von 88 Jahren hinweisend fragte Markus Merz „wer wird einmal in diese großen Fußstapfen treten? In der Gemeinde gibt es bestimmt keinen Baum auf den Kurt Höfler noch nicht gestiegen ist“, so Merz. Nachdem der Baum gepflanzt und gegossen war, lud Markus Merz die Gesellschaft ein, das Ereignis im Stehle-Stüble mit einem Apfel-Schnaps zu begießen.

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