Diesen Nasen lässt sich nichts vormachen

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Andrene Koch und Katrin Kolbe nahmen Almuth Schaefer und ihren Hund Till unter die Lupe.
Andrene Koch und Katrin Kolbe nahmen Almuth Schaefer und ihren Hund Till unter die Lupe. (Foto: Silvia Müller)
Silvia Müller

Wird jemand vermisst, kommen sie zum Einsatz: Sogenannte Mantrailer, Spürhunde, die menschliche Gerüche voneinander unterscheiden können und einen Geruch über weite Strecken folgen können. Bis sie eingesetzt werden können, müssen sie allerdings einiges an Training und Prüfungen schaffen.

Ulrich Adrion, Leiter der Trossinger Rettungshundestaffel, hat am vergangenen Sonntag Mitglieder der Rettungshundestaffel Reutlingen zur überregionalen Prüfungsvorbereitung eingeladen.

Die Hunde wurden von Katrin Kolbe, der Ausbilderin für Rettungshunde von der Staffel Reutlingen, kritisch beobachtet. Andrene Koch filmte die simulierten Einsätze, um sie später analysieren zu können. Vier Mensch-Hund-Teams erhielten als potentielle Prüflinge Aufgaben, die sie bewältigen müssen, um künftig reale Einsätze bestreiten zu können.

Eines der Teams waren Almuth Schaefer und ihr viereinhalb jähriger Australian Shepherd-Rüde Till, die seit drei Jahren Spurensuche trainieren. „Ich bin eine der ganz hundeverrückten Personen, die diese Arbeit für die vielseitigste und sinnvollste überhaupt hält“, so Schaefer.

„Der Hund muss gehorsam und doch selbstständig sein. Mensch und Hund müssen ein hohes Maß an Vertrauen zueinander haben“, erläuterte Katrin Kolbe die Herausforderung beim Mantrailing. Die Arbeit sei zudem sehr zeitintensiv.

Ulrich Adrion hatte bereits am Samstagabend eine Spur gelegt. „Dazu habe ich für eine Weile eine Hochzeitsfeier verlassen, bei der ich zu Gast war“, erzählte Adrion. Diese Spur erstreckte sich von der Troase über die Steppachhalde, durch die Andreas-Koch-Straße, zum Feuerwehrmagazin. Dort stand DRK-Mitglied Wolfgang Fischer, der bereit war, sich von den Hunden suchen zu lassen - und, in Tills Fall, auch gefunden wurde.

„Almuth Schaefer hat die Aufgabe gut gemeistert“, lobte Katrin Kolbe abschließend. Es fehle noch an eine wenig Routine und Kondition. Doch sie traue Schäfer zu, die Prüfung zu schaffen. „Mir ist es sehr wichtig, eine kritische Rückmeldung zu bekommen. Schließlich ist das hier nicht ein Sport, sondern der Hund und ich möchten einmal dazu beitragen, Menschen zu helfen, wenn nicht sogar zu retten“, sagte Almuth Schaefer.

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