Die Troase wird zum Wolfgangsee

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Die Proben zum „Weißen Rössel“ haben bereits angefangen. (Foto: Kulturbüro Südwest)

Am 31. Mai wird die Troase zum Wolfgangsee: Das Trossinger Naturbad an der Steppachhalde ist der ungewöhnliche Ort für eine Operetten-Inszenierung. Frank Golischewski hat sich „Das Weiße Rössl“ vorgenommen und wird zusammen mit DLRG und Schwimmsport-Förderverein den Operettenklassiker aufführen.

„Im Weißen Rössl am Wolfgangsee“, „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist?“, „Es muss was Wunderbares sein von dir geliebt zu werden“ oder „Im Salzkammergut, da ka’ mer gut lustig sein“ – die Fülle der beliebten Hits und Ohrwürmer, die Autor und Komponist Ralph Benatzky (1885-1957) in diesem einen Bühnenstück untergebracht hat, ist an sich schon erstaunlich. Da das 1930 uraufgeführte Stück zudem von vorneherein auch als Persiflage auf Sommerfrische und Operetten-Schmelz gedacht war, inszeniert Frank Golischewski die freche und überschäumend lustige Komödie sehr kabarettistisch und mit viel Tempo. Mit „See“ und „Felsen“ bietet die Troase ohnehin die ideale Kulisse für das Stück.

Die Idee spukte schon lange herum im Kopf des Trossinger Autors und Komponisten: Nachdem er letztmals mit „Voll auf die Mütze“ ein eigenes Stück in Trossingen auf die Bühne gebracht und für ein volles Konzerthaus gesorgt hatte, wollte Frank Golischewski seine persönliche Lieblingsoperette inszenieren, „Im weißen Rössl am Wolfgangsee“ von Ralph Benatzky.

Der Ort war schnell gefunden: Der Trossinger Verein für Schwimmbadförderung hatte nämlich ebenfalls die Idee, mal eine Musikproduktion von Golischewski in die Troase einzuladen. Unterstützt von der DLRG Trossingen, die während der Aufführungen auch die Wache und die Beckenaufsicht übernehmen wird, schmiedete sich so schnell ein Team zusammen, das nun bereits der Premiere am 31. Mai (20.30 Uhr) entgegen fiebert. Mit dieser Aufführung endet gleichzeitig die Musiktheater-Saison der Stadt.

Die Bühne wird zwischen Sprungfelsen und Betriebsgebäude stehen, die überdachten Zuschauerränge für 250 bis 300 Besucher, so Harald Kirschning vom Schwimmsport-Förderverein, werden auf dem aufsteigenden Hang am hinteren Ende des Beckenbereichs aufgebaut. Daneben, bei den Volleyball-Feldern, ist noch Platz für weitere Besucher, die es sich dort auf Picknick-Decken bequem machen können.

Bei den Mitwirkenden greift Golischewski auf sein altbewährtes Ensemble Rififi zurück (Anika Köse, Andreas Straub, Arpitam Braun, Katharina Werwein), dazu kjommen einige Neuentdeckungen, so etwa Benina Berger als „Klärchen“, Elias Uhl als „Piccolo“, Stephan König als „Sigismund“ – und als Gast wird Thomas Weber Co-Regie führen, mit dem Frank Golischewski schon seine Mainzer Produktionen erfolgreich auf die Bühne brachte.

Aus Mainz kommt auch der „Kaiser“: Nick Benjamin, bekannt als Sport-Reporter und Stimme des ZDF („History“ und andere Sendungen) übernimmt diese Rolle mit viel Humor. Unter musikalischer Leitung von Thomas Förster (Piano) spielen neben Geige und Bass unter anderen wieder Matthias Anton (Saxophon, Klarinette) und Karl Koch (Schlagzeug).

Harald Kirschning vom Schwimmsport-Förderverein freut sich jedenfalls schon auf die Aufführungen: „Das ganze Gelände ist toll, und wenn das Wetter mitspielt, wird das sicher genial.“

Von der Premiere am 31. Mai bis zum 9. Juni finden insgesamt sechs Vorstellung statt. Tickets gibt es in allen Landkreisen bei den Vorverkaufsstellen des Regionalticketverbundes (in Trossingen: Tabak-Spehn 07425/6524 oder Bürgerbüro 07425/250) sowie unter www.easy-tixx.de !

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