Die Realschule feiert 50-jähriges Bestehen

Lesedauer: 5 Min
Silvia Müller

Sie können je zwei Tickets für das Ehemaligen-Treffen gewinnen. Beantworten Sie einfach folgende Frage bis 26. Juni:

Wie heißt die Schülerin, die aus einer reinen Trossinger Mädchenklasse kam? Die Antwort schicken Sie mit Ihrem Namen an redaktion.trossingen@schwaebische.de

Mit einem Festakt und großem Fest feiert die Trossinger Realschule am 19. Juli ihr 50-jähriges Bestehen. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange.

Teil des Festes ist ein Ehemaligen-Treffen, das früheren Schülern Gelegenheit geben soll, sich wieder zu sehen und Erinnerungen auszutauschen. Mit solch einem Treffen sind auch immer die Betrachtungen verbunden, wie sich Schule und Schüler verändert haben. Einer der derzeitigen Realschullehrer erzählt unter anderem, dass in früheren Jahren deutlich weniger disziplinarische Maßnahmen nötig waren als heutzutage. Das möge – ganz besonders in den Anfangszeiten der Realschule – daran gelegen haben, dass die Lehrer noch strenger waren, als heutzutage, aber auch daran, dass in den Elternhäusern vor einigen Jahrzehnten oftmals noch ein strengerer Erziehungsstil gepflegt wurde. So benahm sich mancher Schüler schon deswegen, um sich den darauffolgenden Ärger zu Hause zu ersparen. Die Anforderungen an die Leistungen waren seinerzeit wie heute hoch, findet er. Um eine Chance auf einen Ausbildungsplatz zu haben, seien gute Noten schon immer das Maß der Dinge gewesen. Vor 50 Jahren drängten geburtenstarke Jahrgänge in die Ausbildung, später nahm das Angebot an Ausbildungsplätzen ab.

Die Erinnerungen an die Schulzeit gleichen sich durch all die Jahrzehnte. Empfanden Schüler die Schulzeit als stressig, als anstrengend, manchmal als wenig geliebte Notwendigkeit, zuweilen auch als lästiges Übel, so sehnten sich nach dem Schulabgang viele diese Zeit wieder zurück. Die Rückschau auf die Anfangsjahre ist für die Schüler von damals durchaus zwiegespalten: Da sind diejenigen, die den Umstand, von sehr jungen Lehrern oder von Lehrkräften ohne Realschulpädagogik unterrichtet zu werden, als Provisorium empfanden. Andere glauben, dass sie so gemeinsam mit ihren Klassenkameraden und Lehrern reifen konnten.

Prägende Jahre

Für Gerlinde Müller, geborene Barrho, war die Realschulzeit spannend. Sie gehörte zu den ersten Trossinger Realschülern überhaupt, dem Aufbaujahrgang 1969. „Ich kam aus einer reinen Mädchenklasse in eine gemischte Gruppe, in der auch noch Schüler von auswärts waren. Das hat meinen Bekanntenkreis erweitert“, beschreibt Müller. Sie erinnert sich vor allem noch an sehr große Klassen, aber auch an eine gute Gemeinschaft und daran, dass die Schüler des Aufbauzuges etwas besonderes waren. Die Schüler, die 20 Jahre später zur Realschule gingen, sagen heute, dass sie die Realschulzeit als sehr prägend empfanden.

Die Realschulzeit habe ihn gut auf die Zukunft vorbereitet und der gute Ruf der Schule habe ihm auf seinem Lebensweg geholfen, meint zum Beispiel Florian Huber, Mittlere-Reife-Absolvent von 1999. Nicole Messner (Abschluss 2010), sieht es so: „Ich verbinde mit der Realschule eine sehr schöne Zeit, ich erinnere mich sehr gerne zurück. Freundschaften wurden gefestigt und neue Freundschaften geschlossen. Bis heute habe ich noch zu einigen sehr guten Kontakt. Vom Kind zum Erwachsenen wird man durch die Realschule, die Lehrer haben dabei geholfen, die ersten Hürden zu meistern. Ich blicke eigentlich nur positiv zurück und vermisse die Zeit sogar ab und zu, außer den Hausaufgaben“.

Die Schüler, die aktuell die Realschule besuchen, müssen sich anderen Anforderungen stellen. So beschreibt der Talheimer Silas Erban, dass immer wieder vorkommende Lehrerwechsel weniger Beständigkeit bedeuten. Von älteren und jüngeren Lehrern unterrichtet zu werden, empfindet er als Vorteil. Allerdings sei er, wie einige seiner Schulkameraden auch, in der Phase, in der sie das Ende der Schulzeit herbeisehnen.

Sie können je zwei Tickets für das Ehemaligen-Treffen gewinnen. Beantworten Sie einfach folgende Frage bis 26. Juni:

Wie heißt die Schülerin, die aus einer reinen Trossinger Mädchenklasse kam? Die Antwort schicken Sie mit Ihrem Namen an redaktion.trossingen@schwaebische.de

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen