Die Jazz- und Pop-Abteilung zeigt ihr Können

Lesedauer: 3 Min
 Das Kesselhaus war fast zu klein, die Bühne auch - die Stimmung dafür umso besser.
Das Kesselhaus war fast zu klein, die Bühne auch - die Stimmung dafür umso besser. (Foto: RALF PFRUENDER)
Julia Wetzel

Zu einem Abend voller mitreißender Songs haben die Studierenden der Jazz/Pop-Abteilung der Musikhochschule Trossingen eingeladen. Im brechendvollen Kesselhaus war die Stimmung bombastisch.

Die zahlreichen Akteure zeigten mit ihren Beiträgen ihr Können – das Publikum genoss die flotten Rhythmen und gefühlvollen Balladen sichtlich. Den Anfang machte ein solistischer Sänger, der allerdings weniger mit Worten und Tonhöhen, jedoch umso mehr mit Lauten und Geräuschen aus seinem Mund beeindruckte - Beatboxing par excellence!

Trotz der großen Anzahl an Studierenden des Fachbereichs Jazz/Pop ließen die Moderatoren Anika Neipp und Raphael Lott es sich nicht nehmen, die einzelnen Mitwirkenden persönlich vorzustellen und so erfuhren die Zuhörer im vollen Kesselhaus auf sympathische Art und Weise von gestrigen Abschlussprüfungen mancher Spielenden und „Zuwachs aus der Klassik-Abteilung“ für das Verbreiterungsfach Jazz/Pop, der sich aber unbemerkt und souverän unter die groovenden Kollegen mischte. Somit waren Studierende aller Fachrichtungen und Altersklassen unter den Teilnehmern vertreten, genauso bunt sah es auch im Publikum aus – klassische Musiker neben Schulmusikern und ihren Professoren wollten sich den Semesterabschluss der Jazz-/Pop-Abteilung nicht entgehen lassen.

Die verschiedenen Bands und Combos mit Sängern, Saxofon, Klarinette, Posaune, Trompete, Piano, E-Gitarre, E-Bass und Schlagzeug in wechselnden Besetzungen beeindruckten mit bekannten Songs von Stevie Wonder, aber auch originellen Eigenkompositionen ihrer Leiter Prof. Olaf Taranczewski und Thomas Förster, die durchaus mit den großen Vorbildern mithalten können.

Mit extravaganter Kleidung, glitzernden Gewändern und Zylindern gaben die Musiker alles: Die tanzten auf der Bühne, dass auch das Publikum förmlich gezwungen wurde, zum Beat zu nicken und mit den Knien zu wackeln, glänzten mit wilden solistischen Passagen und verführten bei ruhigen Balladen zum Dahinschmelzen.

Den fulminanten Schlusspunkt im Kesselhaus setzte die Big Band der Musikhochschule Trossingen unter Leitung von Prof. Matthias Anton und wartete einmal mehr mit mitreißenden und virtuosen Nummern auf, wofür die Moderatorin allerdings nicht ganz umsonst auf die Ohrstöpsel am Eingang aufmerksam machte.

Für die meisten Beteiligten heißt es nun: Bis zum nächsten Semesterabschluss Jazz/Pop am selben Ort - für die meisten Zuhörer wahrscheinlich auch.

Meist gelesen in der Umgebung

Mehr zum Thema

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen