Der Frühjahrsputz läuft

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Stefan Kollazek (links) und Werner Strom sorgen für ein sauberes Becken.
Stefan Kollazek (links) und Werner Strom sorgen für ein sauberes Becken. (Foto: Larissa Schütz)

Startet die Troase nochmals mit Duschcontainern in die neue Badesaison? Die Stadt zumindest hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die neuen Sanitärgebäude rechtzeitig fertig wird. Wie schnell sie gebaut werden können, hängt vor allem von der Bodenplatte ab.

Die sei „im Werden“, versicherte Hauptamtsleiter Dieter Kohler. Derzeit laufe noch die beschränkte Ausschreibung für die Bodenplatte. Zeit kostet nach dem Einbetonieren der Platte vor allem deren Trocknung. Der Aufbau des neuen Gebäudes in Holzständerbauweise dauere dann nicht lange, so Kohler.

Nötig wurde eine neue Bodenplatte, weil sich die bisherige nach dem Abriss des Damenumkleidetrakts als baufällig entpuppte. Ein Teil davon habe aus morschem Holz bestanden, so der Hauptamtsleiter damals: „Es wäre nicht möglich gewesen, auf dieser Platte das geplante neue Gebäude zu errichten.“

40 000 Euro zusätzlich fallen wegen der neuen Bodenplatte für die Stadt an - Kosten, die im Budget von insgesamt rund 545 000 Euro für den Neubau schon einkalkuliert sind.

Sollte es bis zum Start der mittlerweile 14. Saison nichts werden mit dem neuen Sanitärtrakt, weicht die Stadt nochmals auf Container aus: Wie in der vergangenen Saison würden die Frauen in den Herrentrakt umziehen, während die Männer die beiden Dusch- und Toilettencontainer nutzen, die noch auf dem Gelände der Troase stehen. Wie wahrscheinlich diese Variante ist, darüber wollte Kohler nicht spekulieren. „Wir haben den Mietvertrag für die Container nochmals verlängert“, sagte er, „um auf der sicheren Seite zu sein.“

Ein bisschen zeitlichen Spielraum hat die Stadt noch, denn der genaue Saisonstart steht noch nicht fest. „Irgendwann im Mai“, so Dieter Kohler, aufgrund der vielen Feiertage im kommenden Monat sei es nicht ganz einfach, ein Datum für die Eröffnung festzulegen.

Indessen ist das Troase-Team bereits seit drei Wochen fleißig dabei, das Naturschwimmbad für die kommende Badesaison vorzubereiten. Die rund 4000 Kubikliter Wasser im Becken wurden abgelassen, um dieses zu reinigen und kleinere Macken in der Folie auszubessern. 3000 Liter des chemikalienfreien Wassers werden in den Neckar abgeleitet, wie Werner Strom berichtet, der Rest landet in der Kläranlage.

„Außerdem müssen wir die Grünanlagen richten“, sagt Stefan Kollazek. Ein Baumkletterer habe bereits Äste in den hohen Bäumen geschnitten.

Bevor die Troase eröffnet, rückt jedes Jahr auch noch der TÜV an, um die Rutsche zu überprüfen: Jeder einzelne Abschnitt der 83-Meter-Wasserrutsche muss auf Unebenheiten untersucht werden, jede einzelne Fuge darauf, ob sie intakt, dicht und glatt ist.

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