„Das sind ganz verschiedene Anliegen“

Lesedauer: 3 Min
Bürgermeister Clemens Maier
Bürgermeister Clemens Maier (Foto: Foto Setzinger)
Schwäbische Zeitung

An jedem ersten Donnerstag im Monat haben die Trossinger die Chance, dem Bürgermeister bei der Bürgersprechstunde ihre Anliegen persönlich vorzutragen. Worum sich diese drehen und ob er es auch mal mit Wutanfällen zu tun bekommt, wollte unsere Redakteurin Larissa Schütz von Clemens Maier wissen.

Herr Maier, wie viele Leute nutzen denn die Möglichkeit und kommen zur Bürgersprechstunde?

Das ist ganz unterschiedlich, manchmal hängt es auch vom Wetter ab. Während der Schulferien sind 1 bis 2 Besucher zum Beispiel viel. Es gibt auch Tage, da kommt gar niemand. Und dann wiederum gibt es Stoßzeiten, zu denen die Leute eine Viertelstunde warten müssen, bis sie drankommen.

Welche Themen beschäftigen denn die Besucher?

Das sind ganz verschiedene Anliegen und eine sehr breite Palette. Manchmal sind es Themen aus dem privaten Bereich, bei denen die Leute einfach jemanden brauchen, der ihnen zuhört, manchmal sind die kommunalpolitischer Natur und der Besucher möchte seine Meinung zu aktuellen Geschehnissen kundtun. Und es gibt natürlich alltägliche Unzufriedenheiten, von den Hecken der Nachbarn über die Sauberkeit der Stadt bis zu Lärmbelästigung durch Verkehr. Die Bürgersprechstunde ist für jeden Bürger die Chance, seine Anliegen unkompliziert und direkt bei mir anzubringen, ohne den Zuständigkeitsweg im ganzen Rathaus durchlaufen zu müssen.

Kommt es denn auch vor, dass die Leute wütend in Ihr Büro stürmen?

Normalerweise geht es sehr gesittet zu. Hin und wieder, wenn jemand zum Beispiel mit einer Baugenehmigung oder einem Bußgeld nicht einverstanden ist, sind schon Emotionen im Spiel – aber man findet dann doch immer wieder zusammen. Bei Angelegenheiten wie Bußgeldern versuche ich dann, Verständnis für die Belange anderer Verkehrsteilnehmer zu wecken.

Können Sie den Besuchern in der Regel auch weiterhelfen?

Wenn wir als Stadt etwas tun können, machen wir das natürlich auch. Es ist wichtig, dass die Bürger das Gefühl haben, Sie und Ihre Probleme werden ernst genommen. Manchmal gibt es natürlich auch Fälle, bei denen wir nicht weiterhelfen können.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen