Das Rennen um die Wählerstimmen hat begonnen

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Der Gemeindewahlausschuss wirft nochmal einen Blick in die Wahlvorschläge.
Der Gemeindewahlausschuss wirft nochmal einen Blick in die Wahlvorschläge. (Foto: Larissa Schütz)
Sabine Felker

Der Trossinger Gemeindewahlausschuss hat am Dienstagabend alle sieben eingegangenen Wahlvorschläge der CDU, Freien Wähler, FDP, Offenen Grünen Liste (OGL), SPD, Trossingen - Neue Generation (TNG) und AfD zur Gemeinderatswahl zugelassen. Alle Partein bis auf TNG und AfD sind bereits im Gemeinderat vertreten.

Genau unter die Lupe genommen hat der Gemeindewahlausschuss alle Vorschläge. Einige kleinere Mängel habe es gegeben, so Ralf Sulzmann, Vorsitzender des Ausschusses. So hätten sich manche Kandidaten nicht zweifelsfrei zu einem Wahlbezirk zuordnen lassen können, oder die Berufsbezeichnung sei zu ungenau gewesen.

Die neu gegründete Liste Trossingen - Neue Generation hatte 50 Unterstützerunterschriften einreichen müssen, die alle fristgerecht eingegangen sind.

Am Sonntagabend wird zuerst die Europawahl ausgezählt, und, sofern die Zeit reicht, auch die Kreistagswahl. „Gemeinde- und Ortschaftsratswahl folgen am Montag im Rathaus“, so Ralf Sulzmann. Am Montag, 27. Mai, werde deshalb auch kein Rathausbetrieb stattfinden.

Der Gemeindewahlausschuss einigte sich außerdem darauf, zur Auszählung der Stimmen ein automatisiertes Verfahren einzusetzen. (ls)

Im Kandidatenfeld für die Kommunalwahl am 26. Mai kann sich in Trossingen nichts mehr ändern, der Gemeindewahlausschuss hat nun alle sieben Listen zugelassen (siehe Kasten). Mit „Trossingen - Neue Generation“ (TNG) und einer AfD-Liste treten neue Mitstreiter um die Wählerstimmen an. Sollten sie Mandate erringen, könnte dies den Trossinger Gemeinderat und seine künftige Arbeit spürbar verändern.

Im Wahlkampf setzen die fünf bisherigen Gruppierungen, CDU, Freie Wähler, FDP, OGL und SPD, auf bewährte Köpfe. Bis auf eine Ausnahme treten alle derzeitigen Gemeinderäte wieder zur Wahl an, einzig die Freien Wähler müssen auf Christian Kratt verzichten, der nicht mehr kandidieren möchte. Im Vorfeld war aus den Reihen der Fraktionen zu hören, wie schwierig das Aufstellen der Listen zum Teil sei. CDU, Freie Wähler und FDP ist es aber gelungen, alle 23 Plätze zu besetzen, die OGL hat 18 Namen auf der Liste stehen, die SPD hat neun Kandidaten. Die TNG geht mit zwölf Kandidaten an den Start, die AfD hat vier Namen auf ihrer Liste.

Was den Frauenanteil angeht, liegt die OGL klar vorne. 14 Frauen treten auf ihrer Liste zur Gemeinderatswahl an. Die CDU bietet neun Frauen auf, genau wie die FDP, die Freien Wähler fünf, SPD und TNG jeweils eine, die AfD hat ausschließlich Männer nominiert.

Die neuen im Wahlkampf

Dadurch, dass mit TNG und AfD neue Listen antreten, kann sich die Sitzverteilung im Gemeinderat spürbar verändern. Während die TNG gezielt junge Trossinger und Familien mit Kindern anspricht und durch ihre enge Verbundenheit mit der Spielvereinigung gerade dort auf Stimmen hoffen kann, wird die AfD Wähler des rechten Spektrums ansprechen. Dass es in Trossingen einige AfD-Wähler gibt, hat die Bundestagswahl 2017 gezeigt. Damals erzielte die Partei 17,1 Prozent der Stimmen und lag damit klar über dem Bundesschnitt.

Für die etablierten Fraktionen kann dies bedeuten, dass sie Stimmen an TNG oder AfD verlieren werden. Besonders spannend wird die Frage, ob TNG und AfD bisherige Nicht-Wähler mobilisieren.

Kräftemessen zwischen den zwei größten Fraktionen

Im derzeitigen Trossinger Gemeinderat sind die CDU und die Freien Wähler gleichstark, sie haben jeweils sieben Mandate inne. Bereits bei der Kommunalwahl 2014 strebten beide Gruppierungen danach, die größte Fraktion im Rat zu werden. Da nun die Möglichkeit besteht, dass bisherige Stammwähler zu den beiden Newcomern abwandern, könnte der Wettstreit zwischen CDU und Freien Wählern verstärkt werden.

Dem Vernehmen nach werden die Trossinger Listen nach Ostern in den Wahlkampf starten.

Der Trossinger Gemeindewahlausschuss hat am Dienstagabend alle sieben eingegangenen Wahlvorschläge der CDU, Freien Wähler, FDP, Offenen Grünen Liste (OGL), SPD, Trossingen - Neue Generation (TNG) und AfD zur Gemeinderatswahl zugelassen. Alle Partein bis auf TNG und AfD sind bereits im Gemeinderat vertreten.

Genau unter die Lupe genommen hat der Gemeindewahlausschuss alle Vorschläge. Einige kleinere Mängel habe es gegeben, so Ralf Sulzmann, Vorsitzender des Ausschusses. So hätten sich manche Kandidaten nicht zweifelsfrei zu einem Wahlbezirk zuordnen lassen können, oder die Berufsbezeichnung sei zu ungenau gewesen.

Die neu gegründete Liste Trossingen - Neue Generation hatte 50 Unterstützerunterschriften einreichen müssen, die alle fristgerecht eingegangen sind.

Am Sonntagabend wird zuerst die Europawahl ausgezählt, und, sofern die Zeit reicht, auch die Kreistagswahl. „Gemeinde- und Ortschaftsratswahl folgen am Montag im Rathaus“, so Ralf Sulzmann. Am Montag, 27. Mai, werde deshalb auch kein Rathausbetrieb stattfinden.

Der Gemeindewahlausschuss einigte sich außerdem darauf, zur Auszählung der Stimmen ein automatisiertes Verfahren einzusetzen. (ls)

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