„Das Museum erzählt sich selbst“

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Tonmann Alexander Katsimitsoulias, Kameramann Florian Ungerer und Redakteur Frank Vorpahl (von links) haben mit Martin Häffner,
Tonmann Alexander Katsimitsoulias, Kameramann Florian Ungerer und Redakteur Frank Vorpahl (von links) haben mit Martin Häffner, (Foto: Frank Czilwa)
Schwäbische Zeitung
Frank Czilwa

Ein kleines Filmteam um Redakteur Frank Vorpahl hat am Dienstag im Deutschen Harmonikamuseum einen Beitrag für das Aspekte-Museumslotto gedreht. Der Drei-Minuten-Film wird voraussichtlich am Freitag, 15. Mai, in der ZDF-Kultursendung zu sehen sein.

„Er ist sowieso der Star“, sagt Frank Vorpahl und deutet auf Günter Bayer. Der Gunninger Hohner-Veteran hat eben in den Räumen des Museums in der Löwenstraße an seiner Werkbank vorgeführt, wie eine Mundharmonika gestimmt wird. Die filigranen Handgriffe haben vor allem Kameramann Florian Ungerer beeindruckt.

Aber der eigentliche Star ist natürlich das Deutsche Harmonikamuseum. „Das Museum erzählt sich selbst“, so lautet das Grundkonzept des Aspekte-„Museumslotto“. Über 6000 Museen gibt es in Deutschland. Doch nur wenige „prominente“ Beispiele schaffen es in eine breite Medienöffentlichkeit. Deshalb möchte die ZDF-Kultursendung Aspekte auch den vielen kleineren Museem eine Chance geben, bundesweit bekannter zu werden. Jeder kann per Twitter, Facebook oder E-Mail ein Museum vorschlagen, dessen Namen dann in eine große Lostrommel kommt. In der Sendung wird live gezogen, welches Museum beim nächsten Mal vorgestellt wird.

Bienen, Neanderthaler und Harmonikas

Auf diese Weise haben es zum Beispiel schon das Deutsche Bienenmuseum in Weimar, das Neanderthaler-Museum oder das Ramones-Museum in Berlin ins Fernsehen geschafft – und jetzt auch das Deutsche Harmonikamuseum in Trossingen. „Am Ende wird ein Bericht von zwei Minuten 30, maximal drei Minuten herauskommen“, so Museumsleiter Martin Häffner, „doch gesendet bundesweit in einem renommierten Magazin des ZDF“.

Bereits am Montag ist Redakteur Frank Vorpahl zu Vorrecherchen nach Trossingen gekommen. Nach den Aufnahmen reist er weiter nach Paris, um einen Dschihadisten zu interviewen.

Außer den Aufnahmen mit Günter Bayer werden verschiedene Museumsstücke gefilmt, Aufnahmen am Modell des vollständigen alten Hohner-Fabrik in der Innenstadt, so wie es im Museum steht, werden Außenaufnahmen des Hohner-Areals von heute gegenübergestellt. Und auch in der Firma Hohner selbst hat das Team gedreht.

Und weil natürlich ein Filmbeitrag über ein Harmonikamuseum nicht ohne Live-Musik auskommt, ist Holger „Hobo“ Daub aus Hamburg nach Trossingen gereist. „Wohl einer der besten Mundharmonikaspieler, die wir derzeit in Deutschland haben“, meint Redakteur Frank Vorpahl beeindruckt. Der Hamburger Musiker, der seit 2001 als freier Mitarbeiter zum Team des Deutschen Harmonikamuseums gehört, war es auch, der dieses für das Museumslotto vorgeschlagen hatte.

Etwa zehn Stunden, so Frank Vorpahl, wird es dauern, bis das in Trossingen gedrehte Material zu einem Drei-Minuten-Film zusammen geschnitten ist.

Der Beitrag wird voraussichtlich am Freitag, 15. Mai, um 23 Uhr in der ZDF-Sendung Aspekte zu sehen sein.

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