Boden-Xylophon verbindet direkt Musik und Tanz

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Ania Losinger
Ania Losinger (Foto: Musikhochschule Trossingen)

In einer außergewöhnlichen Performance ist am Mittwoch, 11. April, um 19.30 Uhr im Konzertsaal der Trossinger Hochschule für Musik das erste Bodenxylophon der Welt zu erleben. Die Musikerin und Tänzerin Ania Losinger bringt das Klangobjekt tanzend zum Klingen in einer spannenden Choreografie mit ihrem Duo-Partner Mats Eser am Fender Rhodes-E-Piano sowie Studierenden der Music & Movement-Abteilung.

Mit dem Projekt „SCOPE“ sprengen Ania Losinger und Mats Eser den Rahmen ihrer bisher vorwiegend akustischen Klangwelten. Die elektroakustische Xala III trifft auf das Elektropiano Fender Rhodes. Es entstehen raumfüllende Ton-Tanz-Kaskaden, labyrinthische Rhythmen und weite, fließende Räume. Sie bündeln sich in den instrumentalen Songs, die den Bogen von tranceartiger Minimal Music über rockige Beats bis hin zu reiner Schönheit spannen.

Die Live-Performance „SCOPE“ ist ein Dialog zwischen zwei Instrumenten und zwei Musikern, wo sich Freude mit Wahrheit und kompositorische Vielschichtigkeit mit spielerischer Genauigkeit begegnen. In Zusammenarbeit mit den Teilnehmenden des Music-&Movement-Workshops der Musikhochschule Trossingen entstehen choreografische Kreationen, die an diesem Abend erstmals auf die Bühne kommen. „SCOPE“ wird zum Spielraum und zur (Ur)Aufführung, die sowohl ein akustisches als auch ein visuelles Erlebnis verspricht.

Biografien:

Ania Losinger, Tänzerin und Musikerin, tanzt und spielt auf dem ersten Bodenxylophon der Welt – der Xala. Sie entwickelt dieses Unikat 1998/99 zusammen mit dem Instrumentenbauer Hamper von Niederhäusern. Die Xala ist ein Klangobjekt aus Holz- und Metalltönen. Tanzend wird sie zum Klingen gebracht; mit Flamencoschuhen und menschenhohen Stöcken. Heute existieren bereits drei, sich in Größe und Klangfarbe unterscheidende Xalas. Diese Erfindung ermöglicht eine vollkommene Verschmelzung von Musik und Tanz.

Mats Eser bewegt sich mit seiner Tätigkeit als Musiker, Komponist und Produzent in einem breiten stilistischen Spektrum. Sein besonderes Interesse gilt dem Reichtum der perkussiven Klänge und der Kunst, sie musikalisch in Szene zu setzen. Als Multi-Instrumentalist kreiert er mit Marimba, Vibraphon, Fender Rhodes, Drums, selbst entwickelten Glasinstrumenten, erlesenen Becken und asiatischen Gongs immer neue und überraschende Klang-Mixturen. Die daraus entstehende Musik hat längst alle stilistischen Grenzen überschritten und berührt unmittelbar.

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