Bezirkstitelkämpfe: Verlegung abgelehnt

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Der ARGE-Vorstand mit Gerhard Broghammer (von links), Achim Schemel, Michael Ginsel, Arno Endress, Martin Moosmann, Hans-Peter H
Der ARGE-Vorstand mit Gerhard Broghammer (von links), Achim Schemel, Michael Ginsel, Arno Endress, Martin Moosmann, Hans-Peter Hepting, Claudio Bibbo, Bernd Imhof und Lothar Herzog wird auch im Sportjahr 2018 viel Arbeit haben. (Foto: lh)

Die Ringer-Bezirksmeisterschaften der Arbeitsgemeinschaft Schwarzwald-Alb-Bodensee (ARGE SAB) der Jugend und Männer werden weiterhin im Januar ausgerichtet. Ein Antrag des ARGE-Vorstands, die Wettkämpfe in den Sommer zu verschieben, wurde beim Staffeltag in Trossingen von den Vereinen mit klarer Mehrheit abgelehnt.

Nachdem sich beim Bezirkstag des südbadischen Ringer-Bezirks 1 in Villingen ein positives Stimmungsbild für eine Verlegung in den Juli abgezeichnet hatte, kam das Votum mit sechs Ja- und 15 Neinstimmen überraschend. Der Vorstand hatte argumentiert, die Regenerationsphase für die Ringer sei nach dem Ende der Mannschaftsrunde bis zum Beginn der Bezirksmeisterschaft zu kurz. Zudem würde sich die Grippewelle im Januar auf die Teilnehmerzahlen auswirken. Dem hielten die Vereinsvertreter mangelndes Interesse im Sommer insbesondere bei den Aktiven dagegen. Als Beispiel wurde der Württembergische Ringerpokal genannt, der in diesem Jahr wegen fehlender Resonanz nicht ausgetragen und endgültig verabschiedet wurde.

Erledigt ist das Thema Bezirksmeisterschaften nicht. Von den Vereinsdelegierten kam der Gegenvorschlag, die Titelkämpfe der Jugend im Januar zu belassen und die Bezirksmeisterschaft der Männer im Sommer an einem Tag in beiden Stilarten auszurichten. Der ARGE-Vorstand wartet auf Anträge, über die beim Staffeltag 2019 abgestimmt werden kann. Eine Änderung wäre erst ab 2021 möglich.

Mehr Jugendteams: Es wird dreigleisig gerungen

In den ARGE-Ligen der Männer bleibt es bei der zweigliedrigen Struktur mit Bezirksliga und Bezirksklasse. Staffelleiter Achim Schemel (AV Hornberg) sagte, dass es in der Bezirksliga durch Auf- und Abstiege sowie Rückzüge große Veränderungen gegeben habe. Durch die Bereitschaft der KG Baienfurt/Friedrichshafen II, als Vierter der Bezirksklasse in die Bezirksliga mit neun Mannschaften aufzusteigen, kann die Bezirksklasse mit der Idealzahl von zehn (statt elf) Vereinen am Samstag, 8. September, in die neue Saison starten.

Schemel berichtete von 193 eingesetzten Ringern in der Bezirksliga. Am variabelsten in der Aufstellung war der KSV Taisersdorf II, der 27 verschiedene Kämpfer und auch die meisten Jugendringer einsetzte. Die Besetzung der Gewichtsklassen verbesserte sich auf 93,8 Prozent. Den besten Wert hatte Meister KSV Wollmatingen, der nur dreimal eine Gewichtsklasse nicht besetzte und auf 98,3 Prozent kam. Auch die durchschnittliche Kampfzeit von 57 Minuten in der Saison 2016/2017 wurde in der Runde 2017/2018 auf 1:06 Stunden verbessert. Es sollte das Ziel der Vereine sein, die Kampfzeit weiter zu verbessern, um den Zuschauern etwas zu bieten, forderte der Staffelleiter.

Sportwart Martin Moosmann (AV Sulgen), zuständig für die Bezirksklasse, rügte die häufig erst am Sonntag gemeldeten Doppelstarter, wodurch die Tabellen teilweise verfälscht worden seien. Wer künftig die Frist versäume, müsse mit einem Ordnungsgeld rechnen. Letztere wurden 14 Mal in der Bezirksklasse und acht Mal in der Bezirksliga (plus vier Anzeigen) verhängt. Häufig habe er Ergebnisse auf zu Null korrigieren müssen, weil die Mindestanzahl von Ringern unterschritten worden sei, teilte Moosmann mit.

Einen Rekord von 29 Jugend-Mannschaften vermeldete er in der Funktion als Jugendleiter. Das waren zwei Teams mehr als im Vorjahr und sechs mehr als 2016. Dies zeige, dass die Vereine in die Nachwuchsarbeit investierten und sich auf einem guten Weg befänden. Es könnten wieder eine Bezirksliga, Bezirksklasse und eine in die Gruppen Schwarzwald und Bodensee geteilte Aufbauklasse gebildet werden, hob Moosmann hervor.

Rechtsausschuss-Vorsitzender Hans-Peter Hepting (KSV Trossingen) klagte über neun Anzeigen, die er während der Verbandsrunde ausstellen musste. Bei einer roten Karte wegen Beleidigung des Kampfrichters sei er im Nachhinein zu der Erkenntnis gelangt, zu milde geurteilt zu haben. Dass ein Kampfrichter derart beschimpft werde und in der Folge nicht weitermache, könne nicht geduldet werden und müsse härter bestraft werden. Es sei besser, Kampfrichter zu suchen, statt sie auf der Matte zu beleidigen, redete Hepting den Übeltätern ins Gewissen.

Versammlungsleiter Bernd Imhof (SV Triberg) wies auf das Jahrestreffen der Vereinigung Ehemaliger Ringer am 21. April in Dürbheim, den Kampfrichter-Lehrgang für Jugendtrainer und Betreuer im Juni sowie die Kamprichter-Schulung am 14. September jeweils beim KSV Tennenbronn hin. Für die Bezirksmeisterschaften im Freistil am 12. Januar 2019 wird noch ein Ausrichter aus den Reihen der württembergischen Vereine gesucht. Die Titelkämpfe im griechisch-römischen Stil richtet der KSV Wollmatingen am 26. Januar 2019 aus.

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