Ausstellung endet am Sonntag mit Führungen

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 Ein Werbeblatt der Mundharmonikafabrik Emil Friedel. Die Teilnehmer der Führungen am Sonntag werden eine solche Mundharmonika m
Ein Werbeblatt der Mundharmonikafabrik Emil Friedel. Die Teilnehmer der Führungen am Sonntag werden eine solche Mundharmonika mit Stereoskop in die Hand nehmen und selbst schauen dürfen, ob wirklich ein Reckturner oder doch etwas ganz anderes zu erspähen ist. (Foto: Harmonikamuseum)
Schwäbische Zeitung

Die ursprünglich geplante Matinee für geladene Gäste fällt wegen des Volkstrauertages aus, doch dafür bietet das Deutsche Harmonikamuseum zum Abschlusstag seiner Sonderausstellung „Trossingen und Klingenthal - die Weltzentren der Harmonika“ am Sonntag ab 13.30 Uhr ein öffentliches Programm. Bei freiem Eintritt (Spenden erbeten) werden zu jeder vollen Stunde fachkundige Führungen durch die Sonderschau angeboten. Geöffnet ist bis 17 Uhr.

Um 14 und 16 Uhr wird Museumsleiter Martin Häffner die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekte der Harmonika-Industriegeschichte anhand herausragender Exponate erläutern, so eine Pressemitteilung. Um 15 Uhr wird der ehrenamtliche Mitarbeiter und Akkordeonfachmann Alfred Dörfler eine Führung mit dem Schwerpunkt Instrumentenkunde anbieten. Dabei wird das eine oder andere Klingenthaler Akkordeon ertönen. Unter den vielen Dutzenden von Harmonikafabriken im Vogtland befanden sich nicht nur Hersteller von Massenware, sondern durchaus namhafte Akkordeonproduzenten.

Ziel der Sonderausstellung war es, und wird es bei der Präsentation in Klingenthal ab Mitte Mai 2020 sein, den großartigen industriellen Aufstieg des 19. Jahrhunderts ebenso zu zeigen, wie die wechselvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts. Dabei wird die Geschichte nicht separat abgehandelt, sondern es werden vor allem auch die Beziehungen der beiden Weltzentren Trossingen und Klingenthal untereinander beleuchtet. Fast 100 Jahre lang waren im Vogtland und auf Baar und Heuberg jeweils tausende von Menschen in der Harmonikaindustrie beschäftigt.

Vor und zwischen den etwa halbstündigen Führungen wird es mit Akkordeon-Live Musik die passende Unterhaltung geben. Die Trossinger Helga Birk und Franz Samson spielen auf. Preisgünstige Kalt- und Heißgetränke werden durch die Ehrenamtlichen des Museums angeboten.

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