Auch ohne Schnee ist viel zu tun

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Ob gestreut wird, wägt der Bauhof sorgfältig ab.
Ob gestreut wird, wägt der Bauhof sorgfältig ab. (Foto: Friso Gentsch)
Schwäbische Zeitung

Mit viel Schnee hat es der Trossinger Bauhof in diesem Winter noch nicht zu tun bekommen. Dennoch stehen die Mitarbeiter in ständiger Alarmbereitschaft, falls es glatte Straßen gibt. Außerdem stehen zahlreiche andere Aufgaben an.

Die Winter hätten sich hin zu verstärkt wechselndem Wetter verändert, so Bauhofleiter Reiner Hils, was die Arbeit nicht leichter mache. Die Entscheidung, ob gestreut werden muss, sei immer eine Abwägung. „Was kann passieren, wenn nicht gestreut wird?“ ist die Frage, die sich die Bauhofmitarbeiter stellen müssen. Aufwand und Erwartungshaltung seien mit den Jahren auf jeden Fall größer geworden.

Zu den weiteren Aufgaben des Bauhofs im Winter zählen Dinge wie Einlaufschächte leeren, Weihnachtsmarkt aufräumen, die dazugehörenden Hütten richten, Umräumarbeiten im Rathaus und sonstigen Gebäuden, Ölspuren abstreuen, Reparaturarbeiten am Fuhrpark, Mülleimer leeren, Müllablagerungen aufräumen, Hecken schneiden, Grünpflegearbeiten und Verkehrsschilder auf Vordermann bringen, so Susan Sauter von der Stadtverwaltung.

Eingeteilt im Plan von November bis März sind 14 der insgesamt 19 Mitarbeiter des Bauhofs, immer im Wechsel. Dazu kommen die Hausmeister der städtischen Gebäude und zusätzlich auf dem Friedhof ein Mitarbeiter.

Wie ein Winterdiensteinsatz in Trossingen ablaufen kann, zeigt dieses Beispiel aus 2018:

Auf dem Einsatzplan war ein Mann vorgesehen, der ab 3 Uhr, je nach Witterung, kontrollierte, ob geräumt oder gestreut werden musste. Er alarmiert gegebenenfalls, die nötigen und eingeteilten Mitarbeiter. An diesem Mittwoch musste bis 7 Uhr die dringliche Tour gestreut werden.

Um 7 Uhr begann es bei Plusgraden leicht zu nieseln, war aber noch nicht glatt und die Mitarbeiter des Bauhofes erledigten verschiedene andere, notwendige Arbeiten. Da aber die Wettervorhersage und die tatsächliche Situation sehr unsicher waren, gab es eine Kontrollfahrt - und nach gewissenhafter Abwägung entschieden die Mitarbeiter, den Lastwagen und ein Kleinfahrzeug in den wichtigsten Nebenstraßen und auf Geh- und Radwegen streuen zu lassen. Die Lage spitzte sich gegen 9 Uhr zu, sodass schließlich alle Fahrzeuge ihre vorgesehene Tour streuten.

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