„Anfangs war Schreiben nur ein Hobby“

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 Autorin Elisabeth Büchle veröffentlicht ihr inzwischen 25. Buch.
Autorin Elisabeth Büchle veröffentlicht ihr inzwischen 25. Buch. (Foto: Simone Fischer-Trefzer)
Schwäbische Zeitung

Die Trossinger Autorin Elisabeth Büchle veröffentlicht kommende Woche unter ihrem Pseudonym Noa C. Walker den Roman „Der Schatten eines Sommertags“. Unsere Redakteurin Larissa Schütz hat sich mir ihr unterhalten.

Am 13. August erscheint Ihr inzwischen 25. Roman. Haben Sie sich zu diesem „Jubiläum“ etwas Besonderes ausgedacht?

Da für mich jedes einzelne Buch, das veröffentlicht wird, etwas Besonderes darstellt, habe ich nichts Spezielles geplant. Aber wie immer gibt es auf Facebook, Instagram, dem Blog und über meinen Rundbrief wieder Informationen rund um die Geschichte und einige Bücher zu gewinnen.

Worum geht es in Ihrem Buch?

„Der Schatten eines Sommertags“ ist der Nachfolger von „Der Duft von Nelken“, beide Romane können aber völlig unabhängig voneinander gelesen werden. Wieder einmal handelt es sich um einen Spannungsroman. Diesmal geht es um Tonya, eine junge Frau, die sich seit Jahren schuldig fühlt, da ihre erste Liebe bei dem Versuch, sie zu beschützen, getötet wurde. Inzwischen arbeitet Tonya als IT-Spezialistin beim BKA und hegt noch immer die Hoffnung, eines Tages den Mörder zu finden. Doch plötzlich geschehen in ihrem unmittelbaren Umfeld mysteriöse Ereignisse, die sie erneut in Gefahr bringen.

Dies ruft den attraktiven Ermittler Jake Sturm auf den Plan. Gemeinsam stellen sie sich dem Gegner.

Als Sie mit dem Schreiben anfingen, hätten Sie da jemals gedacht, so viele erfolgreiche Romane zu veröffentlichen?

Ich bin ja eher ein bisschen „nebenbei“ in die Buchwelt hineingestolpert. Von daher entwickelte sich der Wunsch, so richtig erfolgreich Romane zu veröffentlichen, erst allmählich. Da wir als Familie aber inzwischen von den Buchverkäufen leben, bin ich natürlich über jede Erfolgsmeldung dankbar.

Wann wurde Ihnen bewusst, dass Sie das Schreiben zum Beruf machen und davon leben können?

Anfangs war das Schreiben für mich wirklich nur ein Hobby, als Ausgleich zu meiner Tätigkeit als Hausfrau und Mutter, später auch während der Ausübung meines Berufs. Als vermehrt Lesungsanfragen an mich herangetragen wurden, stand die Überlegung das erste Mal im Raum, schließlich ist es schwierig, mehrmals im Jahr kleinere Reisen zu unternehmen, wenn man in einer Festanstellung ist. Mein Mann und ich wollten allerdings abwarten, ob die Verkaufszahlen einmal so gut werden würden, dass wir davon leben könnten. Eines Tages haben wir dann den Sprung ins kalte Wasser gewagt, inzwischen sind wir ein kleiner „Familienbetrieb“.

Welche Autoren inspirieren Sie? Welche lesen Sie privat?

Das ist eine Frage, die ich nur schwer beantworten kann. Als Schreibende löst man sich schnell von den Vorbildern, die man als junger Leser hatte (wie Karl May, Bodie Thoene etc.), und entwickelt seinen eigenen Stil, der sich allerdings laufend neu erfindet. Ich komme neben dem Durchackern von Rechercheliteratur kaum noch dazu, Romane zu lesen.

Wenn doch, greife ich oft zu den Büchern von Kollegen und Kolleginnen, die gemeinsam mit mir in der Autorenvereinigung DELIA sind. Zudem habe ich die seltsame Angewohnheit, um die meisten gehypten Bestseller einen Bogen zu machen. Die schönsten Buchperlen kommen, so finde ich, oft ein wenig schüchtern daher.

Gibt es ein Genre, an das Sie sich gerne mal noch wagen würden? Oder eins, das Sie überhaupt nicht reizt?

Ich sage immer, dass ich keine Fantasy-Romane brauche, weil das reale Leben doch so viel Faszinierendes, Aufreibendes und auch Schönes bietet. Andererseits würde es mich durchaus mal reizen, eine ganz eigene Welt zu kreieren. Ein Genre, das mich so gar nicht reizt, gibt es wohl nicht, immerhin steckt hinter jedem eine besondere Herausforderung. Was ich sicher aber nie schreiben werde, wenngleich es so ziemlich die lukrativste Sparte ist, wäre ein erotischer oder gar pornografischer Roman.

Haben Sie schon Buch Nummer 26 im Kopf?

Nicht nur im Kopf, es befindet sich inzwischen bei der Lektorin im Verlag. Roman Nummer 27 ist in der Rohfassung fertig, Nummer 28 werde ich demnächst zu schreiben beginnen, und für weitere Bücher gibt es bereits Kurz-Exposés. Für Lesenachschub ist also gesorgt.

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