Alte Möbel und Krippen sind voll im Trend

Lesedauer: 4 Min
Robin Möss

Batteriebetriebene Krippen und Vintagemöbel waren beim Kunsthandwerkermarkt des Narren-Vereins am Wochenende ein richtiger Renner. Das waren allerdings nicht die einzigen Artikel, die im Konzerthaus angeboten wurden. Mehr Stände gab es noch nie.

„Es gibt auch vieles mehr als Weihnachtsartikel“, sagt die diesjährige Organisatorin Hannah Multrus, „wie Schmuck oder Marmelade.“ Multrus hatte alle Hände voll zu tun, um die 46 Stände im Konzerthaus unterzubringen. „Das sind zehn Stände mehr als sonst“, sagt Multrus. Mit der Standmiete als Erlös für den Narrenverein, „veranstalten wir beispielsweise Ausflüge für die Jugendabteilung“, erläutert Multrus.

Gleich am Eingang hat Claudia Schrempp ihren Stand platziert. Die Kulisse wie ein kleines Stübchen mit allerhand Möbelstücken und Kränzen, die keineswegs neuwertig sind. „Die Möbel sind sehr alt, aus den 50er-Jahren. Ich habe sie im Vintage-Stil wiederaufbereitet“, erzählt Schrempp. Beim Vintage-Stil ist es beabsichtigt, dass neben der weißen Farbe auch Holz zu sehen ist. „Es soll eben keineswegs neu aussehen, sondern es soll deutlich werden, dass die Stücke alt, gebraucht und ein wenig abgenutzt sind“, erklärt Schrempp, die schon seit Beginn des Marktes mit von der Partie ist. „Dieser Vintage-Stil ist ein richtiger Renner“, so ihre Erfahrung.

Abgenutzte Möbel sind beliebt

Die Möbel kauft sie selbst auf Flohmärkten oder sind Überbleibsel von Wohnungsauflösungen. Außerdem stellt Claudia Schrempp Kränze aus Besteck her. „Die Idee kam mir, als ich von meiner Oma dieses ganze Besteck bekam und es nicht wegschmeißen wollte.“ Deshalb sind auf den Kränzen jetzt Messer, Gabel und Löffel befestigt – oder sogar Mocca-Tassen mit Kerzen. Aus Altem etwas Neues machen, das ist das Motto von Claudia Schrempp.

Gegenüber sitzt Beate Seng. Ihr Angebot ist eher weihnachtlich. Mit Holz hat sie dennoch genauso viel zu tun wie Claudia Schrempp. Sengs Krippen sind ausschließlich Unikate. „Krippen sind auch heute noch durch alle Generationen hinweg beliebt“, betont sie. Die batteriebetriebenen Krippen – „damit man keine Kabelwirtschaft hat“ – sind mit echtem Moos verziert und aufwendig konstruiert. Zum Beispiel ihre Mangrovenkrippen: „Das Mangrovenholz ist schwierig zu bearbeiten – kleine Stücke muss man neu zusammensetzen“, erklärt Beate Seng. „Das ist die Arbeit meines Mannes“, fügt sie hinzu. „Ich mache dann die Feinarbeiten.“

Zehn bis zwölf Stunden brauche sie für eine Krippe. Die im Trend stehenden Festbegleiter sind auch für Beate Seng wichtig: „Für mich strahlen Krippen Wärme und Geborgenheit aus.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen