Alle vier Wochen ist „Blitztag“

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Machen keine Ferien: Trossingens mobile Blitzer.
Machen keine Ferien: Trossingens mobile Blitzer. (Foto: archiv Weihrauch)

Keine Sommerferien für Geschwindigkeitsmessanlagen: Auch in den Sommermonaten liegen die mobilen Blitzer der Stadt Trossingen auf der Lauer, um Raser im Stadtgebiet zu erwischen.

Im Schnitt legt die Stadt alle vier Wochen einen „Blitztag“ ein, wie Hauptamtsleiter Dieter Kohler erläutert. Zwölf bis 14 Termine fallen im Jahr an, manchmal zwei pro Monat, manchmal keiner im Monat.

Die meisten sind nicht so viel zu schnell

„Oft bekommen wir auch von Bürgern die Bitte, in bestimmten Straßen zu blitzen“, so Kohler. In reinen Wohnstraßen seien dabei nicht allzuviele Verstöße zu verzeichnen. In der Flöschgasse hatte die Blitzanlage 2017 zum Beispiel keinen einzigen Verkehrssünder erwischt, Anders in den stark befahrenen Straßen wie der Bahnhofstraße, der Butschstraße oder der Hangenstraße: „Da gibt es natürlich mehr Verkehrssünder“, so Kohler.

Schneller als 41 Stundenkilometer zuviel war laut städtischer Statistik übrigens keiner der 2017 geblitzten Raser in Trossingens Straßen unterwegs. Die große Mehrheit übertrat das vorgegebene Tempo um 6 bis 10 Stundenkilometer.

45 mal hagelt es Fahrverbote

Neben der Stadt Trossingen ist auch das Landratsamt Tuttlingen mit mobilen Geschwindigkeitsmessanlagen in Trossingen unterwegs. Wie das Landratsamt mitteilt, wurden im vergangenen Jahr 148 Tagen bei 81 verschiedenen Messstellen im Landkreis - ohne die Stadt Tuttlingen und ohne den Verwaltungsraum Spaichingen - mobile Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt.

Insgesamt wurden 263 383 Fahrzeuge gemessen, von denen 10 459 zu schnell unterwegs waren. In 9699 Fällen verhängte das Landratsamt ein Verwarnungsgeld, in 760 Fällen wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. In 45 Fällen musste ein Fahrverbot verhängt werden.

„Erfolgsgeschichte“

Neben den mobilen Stationen misst in Trossingen noch der Schuraer Blitzer am Ortseingang die Geschwindigkeit, den Dieter Kohler regelmäßig als „Erfolgsgeschichte“ bezeichnet. Die Messanlage war laut Landratsamt, das den Blitzer betreibt, 2017 an 267 Tagen im Einsatz. Insgesamt wurden 483 724 Fahrzeuge gemessen, 705 waren zu schnell - in 695 Fällen wurde ein Verwarnungsgeld festgesetzt. Wegen gravierender Geschwindigkeitsverstöße musste in zehn Fällen ein Bußgeldverfahren eingeleitet werden. In einem Fall wurde ein Fahrverbot verhängt.

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