Albverein wird Pate der Streuobstwiese

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Der Albverein hatte am Wochenende seinen ersten Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese.
Der Albverein hatte am Wochenende seinen ersten Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese. (Foto: Albverein)

Die Streuobstwiese am Trossinger Wiesenweg erstrahlt bald wieder in frischer Blüte: Der Schwäbische Albverein hat die Patenschaft des Geländes übernommen und jede Menge damit vor.

Die Wiese, die an die Stadt Trossingen verpachtet war und vom Hegering Trossingen angelegt wurde, sei lange nicht gepflegt worden, berichtet Klaus Butschle vom Albverein. „Dem Eigentümer Bernhard Multrus war es wichtig, dass sich wieder jemand darum kümmert.“ Denn nachdem die lange Zeit unbeschnittenen Äste irgendwann bis auf den Boden hingen, war es ihm nicht mehr möglich, die Wiese zu mähen.

Da Streuobstwiesen für den Schwäbischen Albverein auf der Prioritätenliste ohnehin ganz oben stehen, sei das neue Projekt „eine tolle Sache“, so Butschle. Gerade im Jubiläumsjahr entwickle die Ortsgruppe, die in diesem Jahr 125 Jahre alt wird, neue Ideen für die Zukunft.

Schulen nutzen Lehrpfad

Mit der Streuobstwiese verwirklichen die Mitglieder eine davon. Zum einen soll am Wiesenweg eine Lehrwiese für Streuobst entstehen, um das Thema der breiten Öffentlichkeit näher zu bringen, so Klaus Butschle. Damit hat der Albverein Erfahrung: In Trossingen erfreut sich bereits der Lehrpfad mit Laubbäumen großer Beliebtheit, den auch naheliegende Schulen gern besuchen.

Zum anderen nutzt der umtriebige Verein die Streuobstwiese für eine Kooperation mit dem Trossinger Tafelladen. „Es ist so gedacht, dass wir das Streuobst ernten und es als Tafeläpfel in den Tafelladen gebracht wird“, berichtet Butschle. „Aus dem Mostobst wollen wir Apfelsaft machen - ebenfalls für den Tafelladen.“ Es sei gut, dass die Äpfel sinnvoll genutzt würden, sagt er. Und auch Kooperationen mit anderen Vereinen und Einrichtungen in Trossingen seien dem Albverein wichtig.

Am Wochenende waren mehrere Mitglieder zum ersten Arbeitseinsatz auf der Wiese. Von den 64 Apfel-, Kirsch- und Zwetschgen-Bäumen müssten einige nachgepflanzt werden, berichtet Butschle.

Der Revierförster hatte sie bereits vor zwei Wochen ausgeschnitten, jetzt ging es darum, die Äste wegzuräumen.

Der Schwäbische Albverein hat in den Bäumen inzwischen auch Nistkästen aufgehängt, „um das Ökosystem abzurunden“, so Butschle.

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