Albverein will Jugendarbeit voran bringen

Lesedauer: 5 Min
Albverein will Jugendarbeit voran bringen
Albverein will Jugendarbeit voran bringen (Foto: Silvia Müller)

Die Trossinger Ortsgruppe des Schwäbischen Albverein hat eine neue Jugendleitung. Diese neue Entwicklung verdankt der Verein den Bemühungen der Vorsitzenden Anneliese Burgbacher.

Helmut Kapp, unterstützt von seinen Söhnen Simon und David, möchte künftig den Aufbau einer Jugendgruppe voran bringen. „Wir fühlen uns der Tradition verpflichtet, deshalb haben wir das Amt übernommen“, erklärt das Vater-Sohn-Team seine Motivation. Schon der Vater von Helmut Kapp, beziehungsweise der Großvater von Simon und David Kapp war Jugendleiter beim Schwäbischen Albverein Trossingen.

„Wettrennen mit der Drohne“

Der erste Schritt, die Jugendarbeit voran zu bringen, war ein Angebot am Samstagnachmittag, unter dem Motto „Wettrennen mit der Drohne“. Dazu waren Interessierte an den Solweg-Wanderparkplatz eingeladen worden. Moderne Technik und traditionelles Wandern sollten so miteinander verbunden werden.

Obwohl seitens des Albvereins viel Werbung für den Nachmittag gemacht wurde, hielt sich der Zulauf allerdings in überschaubaren Grenzen. Das bedeutete jedoch für die anwesenden Jugendlichen, dass Helmut, Simon und David Kapp viel Zeit für jeden einzelnen hatten. „Solange wir nicht mal einen Anfang machen, kann sich ja gar nichts entwickeln“, mit diesen Worten kommentierte Helmut Kapp die Situation und nahm es gelassen.

„Ich bin durch einen Flyer vom Albverein auf den Nachmittag aufmerksam geworden. Das Motto fand ich interessant und Wandern interessiert mich auch“, erklärte der 13-jährige Thorsten Beyer seine Motivation, hier zu sein. „Ich bin nur Zaungast, ich war neugierig, was sich dahinter verbirgt“, sagte Hans-Peter Gröger vorsichtig, denn mit über 20 Jahren gehört er eigentlich nicht mehr zu den Jugendlichen.

Eine Gruppe Aktiver lockte die Neugier auch an den Ort des Geschehens, am Waldrand Richtung Solweg-Parkplatz. Was ursprünglich für die Jugend geplant war, entpuppte sich als spannendes Angebot für alle Altersklassen. David Kapp, der sich das Fliegen von Drohnen zum Hobby gemacht hat, erklärte die höchst interessanten technischen Möglichkeiten.

Er präsentierte eine große Drohne, deren Steuerung mit einem Tablet und einem großen Bildschirm verbunden war. Vom Tablet kamen die Kommandos, die Schalter der Steuerung lenkten die Drohne, und auf dem großen Bildschirm sahen die Besucher, was auch die Drohne sah. Die Flugbahn der deutlich kleineren Drohne sollte mittels einer VR-Brille verfolgt werden.

Die Idee „Wettrennen mit der Drohne“ war es, dass ein Jugendlicher mittels der VR-Brille die kleine Drohne lenkt, während ein anderer Jugendlicher die selbe Strecke zu Fuß zurücklegt. „Es ist gar nicht so einfach, eine Drohne zu lenken. Es kann also gut sein, dass der Mensch eine bestimmte Strecke schneller zurücklegt, als die Drohne sie fliegt“, erklärte David Kapp. Allerdings konnte der Beweis nicht geführt werden, die herrschenden Windverhältnisse des Nachmittags machten den Einsatz der kleinen Drohne unmöglich. Nach einigen interessanten Flugvorführungen mit der großen Drohne saßen die Teilnehmer am Grillfeuer zusammen und ließen die Eindrücke noch einmal auf sich wirken.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen