1730 Rumänen geben in Trossingen ihre Stimme ab

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 Im Trossinger Ganztagesschulgebäude war am Wochenende ein Wahllokal für das Referendum eingerichtet, wo rumänische Bürger ihre
Im Trossinger Ganztagesschulgebäude war am Wochenende ein Wahllokal für das Referendum eingerichtet, wo rumänische Bürger ihre Stimme abgeben können. (Foto: Silas Stein)

Das rumänische Referendum zur Verfassungsänderung, ob nur Mann und Frau den Bund der Ehe eingehen dürften, ist am Wochenende an zu geringer Wahlbeteiligung gescheitert. Nur etwa 20 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab, mindestens 30 wären nötig gewesen. In Trossingen, wo Rumänen ebenfalls ihre Stimme abgeben konnten, war jedoch einiges los im Wahllokal.

Nicht nur Trossinger Rumänen, sondern auch solche aus dem Umland, waren zur Abstimmung nach Trossingen gekommen, das verrieten die Autokennzeichen. Laut rumänischem Generalkonsulat in Stuttgart gaben 1730 Wahlberechtigte im Wahllokal Löhrschule ihre Stimme ab. Wie sie gestimmt haben, soll im Laufe der Woche bekannt gegeben werden. Rund 1700 Rumänen leben in Trossingen. Sie hatten das Konsulat im Vorfeld darauf hingewiesen, dass das Interesse am Referendum innerhalb der hiesigen großen, meist streng religiösen rumänische Gemeinschaft hoch sei. In Rumänien selbst hatten sich konservative Gruppen mit Unterstützung der Rumänisch-Orthodoxen Kirche für das Referendum eingesetzt.

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