Talheimer Albverein geht neue Wege

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 Der neue Familienwart Marco Gola (links) und Vertrauensmann Rudi Späth.
Der neue Familienwart Marco Gola (links) und Vertrauensmann Rudi Späth. (Foto: Müler)
Silvia Müller

Die Talheimer Ortsgruppe des Schwäbischen Albverein geht neue Wege. Das haben die Mitglieder bei der Generalversammlung und dem Wanderabschluss erfahren. Schon die Veranstaltung des Abends stellte eine Neuerung dar: Wanderabschluss und Hauptversammlung wurden erstmals zusammengelegt.

„Zu diesem Schritt haben wir uns entschlossen, um die Arbeit transparenter zu machen“, sagte Vertrauensmann Rudi Späth. Eine weitere Neuerung war die Einsetzung eines Familienwartes. Diese Aufgabe übernahm Marco Gola. „Ich bewundere, wie wenige Vorstandsmitglieder so viel Arbeit leisten können. Da wollte ich mich gerne einbringen“, erklärte der einstimmig gewählte Familienwart. In seiner Position als Gemeinderat sei er Mitglied des Ausschusses für Schule, Kindergarten und Soziales. Diesen Umstand wolle er nutzen, um Brücken zu bauen zwischen dem Verein und Familien in der Gemeinde.

Sein Ziel sei es, einen „Mittelbau“ aufzubauen: Damit meinte er die mittlere und junge Altersklasse, die in der Talheimer Ortsgruppe des Schwäbischen Albverein aktuell klar unterrepräsentiert ist. „Unser Programm für 2020 ist darauf ausgerichtet, daher bin ich optimistisch, dass mein Vorhaben gelingen wird“, sagte Gola. Die nächste Veranstaltung, mit der alle Altersklassen angesprochen werden, ist das Abbrennen des Funkenfeuers am 1. März auf der Wilhelmshöhe. Ein Angebot beim Kinderferienprogramm ist ebenfalls wieder fest eingeplant.

„Der Wanderplan für das Jahr ist fast fertig und wird in Kürze in der Gemeinde verteilt“, sagte Späth. In seiner Rückschau berichtete der Vertrauensmann von Seniorenwanderungen, die mit der Tuninger Ortsgruppe unternommen wurden, und von E-Bike-Touren. Auch das sind neue Angebote der Talheimer Ortsgruppe. Außerdem waren die Talheimer Wanderer neun Mal halbtags unterwegs, eine Tageswanderung und eine zweitägige Ausfahrt wurden unternommen. Die Wanderungen wurden von Artur Leitz, Jürgen Müller, Karl Messner, Martha Emig, Leo Kolb, Maria Hauser, Gerhard Späth, Rudi Späth und Friedrich Bossert organisiert. Für 2019 wurde nicht nur ein „Wanderkönig“ gekürt, sondern vier weitere Wanderer erhielten ein Präsent als Zweitplatzierte.

Doch der Schwäbische Albverein Talheim wandert nicht nur, die Mitglieder haben sich dem Naturschutz in Form von Hecken- und Wegepflege verschrieben. Dafür wurden die beteiligten männlichen Mitglieder von Naturschutzwart und Bürgermeister Martin Hall gelobt. „Die Pflege der Hecken ist ein äußerst lobenswerter Einsatz für das Gemeinwohl“, sagte er. Seine Aufgabe beschränke sich darauf, sich ein Bild von den erledigten Aufgaben zu machen und dafür Fördermittel zu beantragen, was er gerne mache, erklärte der Naturschutzwart.

Gauobmann Klaus Butschle, der die Entlastung der Vorstandschaft und Ehrungen vornahm, sagte „die Geselligkeit ist das Herz eines Vereins, und das wird in Talheim gelebt“. Das ist wohl auch der Grund dafür, dass Ehrungen für 25jährige sowie 50- und 60jährige Treue zum Talheimer Albverein ausgesprochen wurden. Leider konnte aus terminlichen Gründen keiner der Jubilare seine Ehrung persönlich entgegen nehmen. Folgende Mitglieder erhielten eine Auszeichnung: Herbert Ulrich, 60 Jahre, Heike Bippus und Birgit Birk, 50 Jahre, Kai Haller, Hartmut und Marc Hoffrichter, 25 Jahre. Wanderkönig mit 13 Wanderungen wurde Jürgen Müller, an elf Wanderungen haben Anni Müller, Gudrun Späth sowie Christa und Karl Messner teilgenommen.

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