Löschwasser ist Herausforderung

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 Bei der Übung musste die vermeintlich brennende Halle gelöscht werden.
Bei der Übung musste die vermeintlich brennende Halle gelöscht werden. (Foto: Silvia Müller)
Silvia Müller

Eine brenndende Reithalle war das Szenario, dass bei der Feuerwehrübung in Talheim am Wochenende im Mittelpunkt stand. 55 Aktive der Freiwilligen Feuerwehren Talheim und Trossingen sowie die Talheimer Jugendfeuerwehr waren an der Hauptübung beteiligt.

Die beiden Talheimer Fahrzeuge, die Drehleiter, zwei Löschfahrzeuge, der Schlauchwagen sowie Mannschaftswagen aus Trossingen waren im Einsatz. Es war gegen 19.30 Uhr am vergangenen Freitagabend, als zwei Löschfahrzeuge mit Blaulicht, aber ohne Martinshorn, durch die Gemeinde sausten. „Was wird da wohl los sein?“, fragten sich die Einwohner. Als erkennbar war, dass der Weg der Feuerwehrautos zum Reiterhof führte, vermutete mancher dort ein Unglück - doch der Anlass war nur ein Übungseinsatz, der von den Hilfsorganisationen allerdings mit aller nötigen Ernsthaftigkeit durchgeführt wurde.

Angenommen wurde ein Brand der Reithalle, gegenüber dem Wohnhaus und einem Stallgebäude. An die Halle angebaut sind ein Sanitärtrakt, ein Putzplatz und ein Wohntrakt. Gegenüber befindet sich eine weitere Halle, in der Heu und Stroh gelagert werden. Diese galt es, mittels einer „Riegelstellung“ vor einem übergreifen der Flammen zu schützen. Das wurde mittels der Drehleiter aus Trossingen bewerkstelligt. Die Herausforderung bei dieser „Brandsituation“ war es, genügend Löschwasser herbeizuschaffen. Dazu wurden die Schläuche zuerst an einem Überflurhydranten auf dem Gelände angeschlossen. Zeitgleich wurde die 40 Kubikmeter fassende Zisterne unter der neu erbauten Reithalle angezapft und vom Badesee in 600 Metern Entfernung wurde eine Leitung gelegt.

Das Gelände stellte dabei die größte Herausforderung dar. Die Einsatzstelle am See wurde ausgeleuchtet, das Mondlicht sorgte auch zusätzlich für Helligkeit. Aufgabe der Talheimer Jugend war es, die verletzten Personen darzustellen. Sie wurden von den Aktiven beider Wehren gerettet.

„Es hat alles prima geklappt“, lautete das Fazit des Talheimer Feuerwehrkommandanten Thomas Irion. „Wenn die Hauptübungen gemeinsam mit der Trossinger Feuerwehr durchgeführt werden, können sie ausschließlich am Freitagabend stattfinden, denn da ist in Trossingen der Übungsabend“, sagte er. Das mache die Übung anspruchsvoller, als bei Tageslicht, so Thomas Irion.

Eine Nachbesprechung, die in einem geselligen Beisammensein mündete, beendete die Übung.

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