Feuerwehr bekommt neues Fahrzeug

Lesedauer: 6 Min
Über den geplanten Waldkindergarten diskutierte der Talheimer Gemeinderat.
Über den geplanten Waldkindergarten diskutierte der Talheimer Gemeinderat. (Foto: Archiv- Tobias Rehm)
Silvia Müller

Mit der Ausschreibung zur Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens hat sich der Gemeinderat beschäftigt. Auf der Basis des erstellten Feuerwehrbedarfsplanes wurde die Notwendigkeit deutlich. Der Bedarfsplan ist zugleich Grundlage für die Beantragung von Fördermitteln. Im Haushalt wurden 70 000 Euro eingestellt, eine Zusage über einen Zuschuss von 13 000 Euro liegt vor.

Bereits im April waren Mitglieder der Feuerwehr bei einem Fahrzeugausstatter, um Fahrzeuge zu besichtigen und sich über Details zu informieren. Im Anschluss wurde ein Leistungsverzeichnis erstellt und dem Gemeinderat vorgelegt. Bürgermeister Martin Hall erläuterte zwei Möglichkeiten der Vorgehensweise. Zum einen könnten das Fahrzeug und die Ausstattung in zwei Losen getrennt in einem beschränkten Verfahren ausgeschrieben werden. Das könnte aber bedeuten, dass das Fahrgestell von einem Anbieter und die Ausstattung aus einem anderen Betrieb kommen. Zum zweiten besteht die Möglichkeit, zusammen öffentlich auszuschreiben. Diese Variante hält die Verwaltung für sinnvoller. Die Beratungen beider möglichen Wege führten dazu, dass sich die Räte der Ansicht der Verwaltung anschlossen und somit öffentlich ausgeschrieben wird.

Zum Thema Waldkindergarten berichtete Hall über den Stand der Dinge. Bereits im April wurde die Einrichtung beschlossen, im Mai waren Standortvarianten das Thema. Die Entscheidung fiel zugunsten der „Zimmerwiesen“. Bei einem Ortstermin Anfang Juli befanden Vertreter des Forstamts, des Wasserwirtschaftsamts, der Unteren Naturschutzbehörde, der Baurechtsbehörde und des Gesundheitsamts den Standort für gut. Nun gilt es, die erforderlichen Anträge für die Genehmigung zu stellen. Das sind die Waldumwandlungsgenehmigung, eine Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung, ein Bodenausgleich, eventuell eine Natura 2000 Vorprüfung, denn die Anlage befindet sich in einem Vogelschutzgebiet und letztendlich muss ein Bauantrag gestellt werden. Sollte der Waldabstand von 30 Metern unterschritten werden, wird eine jährliche Kontrolle der Waldränder gefordert.

Zur Anschaffung eines Bauwagens, der auf der Zimmerwiese aufgestellt werden soll, konnte der Bürgermeister neue Informationen präsentieren. Bei dem Besuch der Firma Junginger in Nattheim bei Heidenheim konnte die Anlage eines Waldkindergartens besichtigt werden. Die vorgelegten Fotos fanden bei den Räten Zustimmung. Die Art der Aufstellung, die Ausstattung und die angebaute Terrasse bezeichneten einige Räte als ausgereift. Um die von der Firma Junginger in Aussicht gestellte Lieferung bis zum Beginn des nächsten Jahres halten zu können, sollte zeitnah ein Beschluss gefasst werden. Bürgermeister und Gemeinderat kamen überein, in der nächsten Sitzung am 10. September einen Vorschlag vorgelegt zu bekommen und darüber abzustimmen.

Der Außenbereich der Talheimer Fest- und Sporthalle entsteht derzeit. Das Spielfeld für den Inlinebereich und der Soccercourt sind bis auf die Belagsarbeiten fertig. Die Randeinfassung des Spielfelds, das den Soccercourt einschließt, weist eine Querneigung von 2,5 Prozent auf, was nicht der DIN-Norm entspricht. Die Querneigung gewährleistet eine saubere Entwässerung der Fläche. So sieht es der planende Landschaftsarchitekt. Hersteller und Bauleiter sind der Ansicht, dass eine Neigung von einem Prozent tolerierbar sind, da es sich nicht um eine Turnieranlage handelt. Zudem wies der Bauleiter des Straßenbauunternehmens darauf hin, dass ein geringeres Gefälle von einem bis eineinhalb Prozent eine Herausforderung darstelle und eine Gewährleistung abgelehnt wird. Um die DIN-Norm zu erreichen, müsste das Spielfeld nachgebessert werden. Das würde Kosten von 8000 Euro verursachen. Bürgermeister und Gemeinderäte wurden sich einig, dass nicht nachgebessert wird. Einmal weil es sich um ein reines Hobby-Spielfeld handelt, und aufgrund der Tatsache, dass sie Kenntnis von einem Feld in einer Nachbargemeinde erhalten haben, das auch nicht die geforderte Neigung aufweist und dennoch gut bespielt werden kann; die Entwässerung funktioniere dort auch ausreichend gut.

In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats Anfang Juli konnte kein Vertreter des Gemeinderats für den Kindergartenausschuss gefunden werden. Nun verständigte sich das Gremium darauf, Martin Fleischer beziehungsweise Oliver Späth als Stellvertreter zu entsenden. In diesem Zusammenhang wurde der Antrag gestellt, einen beratenden Ausschuss „Kindergarten, Schule und Soziales“ einzurichten. Darüber wird in der September-Sitzung beraten.

Die Polizeistatistik verzeichnete 16 Straftaten 2018 in Talheim, die Aufklärungsquote liegt bei 73 Prozent. Das ist zwar ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, doch hochgerechnet auf das Verhältnis „Straftaten pro 100 000 Einwohner“ seien die Werte nicht besorgniserregend.

Nach dem Interessenbekundungsverfahren bleibt Klaus Butschle ab 1.Januar 2020 weiter Revierleiter der Forstbetriebsstelle Baar.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen