„Belastung für Hasen ist eher gering“

Lesedauer: 4 Min
 Links der Preisrichter Helwig Weißhaar, dem Fridolin Krug einen Hasen zur Bewertung vorgesetzt hat, einen „blaugrauen Rex“ der
Links der Preisrichter Helwig Weißhaar, dem Fridolin Krug einen Hasen zur Bewertung vorgesetzt hat, einen „blaugrauen Rex“ der Jungzüchtergemeinschaft Link. (Foto: Silvia Mülller)
Silvia Müller

Reges Treiben hat am Freitagabend in und vor der Talheimer Festhalle geherrscht. Grund waren die Vorbereitungen zur Jungtierschau der Kleintierzüchter. Auf der Bühne der Festhalle wurden die Käfige aufgebaut, in die dann später die Hasen eingesetzt wurden.

In der Halle wurden alle Vorbereitungen zur Bewirtung der zahlreich zu erwartenden Gäste getroffen. Im Foyer war es Aufgabe der Jugend, von einigen Erwachsenen unterstützt, die Tombola aufzubauen. Die Ankunft der Tiere folgte zuletzt. „Aufgrund der geringen Entfernung von den heimischen Ställen in die Talheimer Halle ist die Belastung für die Hasen eher gering“, sagte der Vorsitzende Matthias Link. Er kontrollierte die Jungtiere anhand ihrer Tätowiernummer und setzte sie in den für sie vorgesehenen Käfig. Die wareh zuvor durchnummeriert worden.

Züchter haben die Möglichkeit, Einzeltiere, aber auch sogenannte „Sammlungen“ auszustellen. Das sind vier Hasen der gleichen Rasse und der gleichen Farbe. Sie werden nach festgelegten Zuchtrichtlinien zusammengestellt. „Daher ist es eine wichtige Aufgabe, die Tiere in den richtigen Käfigen unterzubringen“, sagte Matthias Link. Damit hier alles seine Richtigkeit hat, werden die Angaben im Vereinszuchtbuch eingetragen.

Bei der Jungtierschau in Talheim werden ausschließlich Hasen ausgestellt, die im Winter, beziehungsweise im Frühjahr geboren wurden. „Das Geflügel ist vom Zuchtverlauf her noch nicht so weit, jetzt ausgestellt werden zu können. Das ist dann im November bei der Lokalschau mit dabei“, so Link.

So konnten am Wochenende im Talheim die Besucher der Ausstellung 72 Hasen vom „Deutschen Riesen grau“, über „Alaska“, bis hin zu „Zwerg-Rex“ von sieben Züchtern bestaunen. Insgesamt waren 14 Rassen zu sehen. Am Samstag war es Aufgabe des Preisrichters Helwig Weißhaar, die Hasen zu beurteilen. Er waltete seines Amtes, während Vereinsmitglied Fridolin Krug als „Zuträger“ fungierte, also dem Preisrichter die zu bewertenden Hasen vorstellte. Merkmale wie die Länge der Ohren, die Kopf- und die Körperform, der Zustand der Zähne und der Augen, das Vorhandensein der Hoden beim männlichen Hasen, dem Rammler, sowie die Farbe des Hasen flossen in die Bewertung mit ein.

Für die Züchter ist die Jungtierschau eine Art Bestandsaufnahme im Hinblick auf die Lokalschau im Herbst. „Die Entwicklung eines Hasen ist nicht nur abhängig von der Vererbung, sie kann durch Fütterung, Haltung, Sauberkeit und Pflege mit beeinflusst werden“, sagte Matthias Link.

Über das beste Ergebnis und den Erhalt einer Urkunde und eines Pokals freute sich Thomas Krutsch, der mit seiner Rasse „Alaska“ den ersten Platz belegte. Zweiter wurde Bastian Unger mit seinen „Deutschen Riesen Schecken“, den dritten Platz belegte Matthias Link mit seinen „Blaue Rex“. Der Pokal für die Jugend ging an die Zuchtgemeinschaft Leon und Joshua Link mit „Blaugraue Rex“.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen