Zwei Welten tun sich zu einem guten Zweck zusammen

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Tina Mattes, Melanie Munoz, Paddy Broghammer und Gerhard Mattes (von links) musizierten zugunsten der Kinderklinik Tannheim in d
Tina Mattes, Melanie Munoz, Paddy Broghammer und Gerhard Mattes (von links) musizierten zugunsten der Kinderklinik Tannheim in der Kirche auf dem Dreifaltigkeitsberg. (Foto: Manfred Brugger)
Manfred Brugger

Der spanische Name „Dos Mundos“, zu deutsch „zwei Welten“, spielt auf die Herkunft des schwäbisch-andalusischen Musikduos Paddy Broghammer und Melanie Munoz an. Sie gaben in Begleitung des Ehepaars Tina und Gerhard Mattes bereits zum zweiten Mal ein Wohltätigkeitskonzert auf dem Berg zugunsten der Kinderklinik in Tannheim, das trotz widriger Schneeverhältnisse beachtlich gut besucht war..

Unter dem Titel „Espiritu del Sur“, zu deutsch „Der Geist des Südens“, wurden dem überwiegend älteren Publikum 18 Musikstücke präsentiert, überwiegend in Spanisch, doch jeweils mit einer kurzen Einführung auf Deutsch.

Das wehmütige Eröffnungslied „Cucurrucu“ entführte die Zuhörer nach Mexiko. Dem folgte auf Englisch das stimmungsvolle „God is God“. Das spanische „La Libertad“ war ein Aufruf zur Freiheit, eine Aufforderung zum Den-Mund-Aufmachen. „Aus der Komfortzone heraus “, so Paddy Broghammer, sollte auch das Folgelied über das Fallen und Wiederaufstehen führen. Während das englische „Book of Love“ eine Liebe beschwor, die Flügel verleihen kann.

Das systemkritische, auf Deutsch gesungene „Lass es nicht zu“ forderte zum Widerstand gegen entwürdigende Schleuderpreise für Fleisch und T-Shirts auf, mit dem Gewissen als verlässlichem Kompass. Im Wissen darum, dass nicht „Likes“ in den Sozialen Medien den letztlichen wahren Wert ausmachen, sondern die jedem von Gott mitgegebene Liebenswürdigkeit.

Ein peruanisches Lied brachte mit temperamentvollen Panflöten-Klängen einen „Anden-Touch“ für das aufmerksame und applausfreudige Publikum.

Das Lied „Para la guerra nada“ handelte davon, was man tun könnte, wenn man keinen Krieg führen würde und sensibilisierte für den Irrsinn einer waffenstarrenden Welt, die Gerhard Mattes mit einem gekonnten Bass-Solo vertonte. Die sehnsuchtsvolle Melodie vom Meer führte die Zuhörer zu dem Punkt, wo der Atlantik und das Mittelmeer zusammentreffen.

Mit andalusischem Temperament und kraftvoller Stimme beschwor Melanie Munoz ein Selbstvertrauen, das sich so viele für sich selber wünschen würden: „Ich bin ich und ich glaub an mich, egal was die anderen über mich denken“.

Im „Salve Rociere“ durften die Zuhörer in das lebensfrohe „Olé“ des Refrains einstimmen, bevor in einem weiteren spanischen, stimmungsvollen Lied beglückende, alle Sinne ansprechende Kindheitserinnerungen wachgerufen wurden.

Die erklatschte Zugabe besang „Mein Weg ist mein Weg“, bevor das weltbekannte „Ave Maria“ von Bach/Gounod als Gutenacht-Lied dieses fast zweistündige Nonstop-Programm beschloss.

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