„Wir haben gerne Gäste auf dem Flugplatz“

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Das Rahmenprogramm beim Segelflugwettbewerb auf dem Klippeneck ist diesmal etwas „abgespeckt“.
Das Rahmenprogramm beim Segelflugwettbewerb auf dem Klippeneck ist diesmal etwas „abgespeckt“. (Foto: ott)
Schwäbische Zeitung

Noch bis Samstag läuft der internationale Segelflugwettbewerb auf dem Klippeneck. Doch diesmal ist es ruhig im Rahmenprogramm. Regina Braungart hat bei Jörg Ott nach den Gründen gefragt. Ott ist Sprecher des Aeroclubs Klippeneck, in dem die Segelfliegergruppen Tuttlingen, Balingen, Rottweil und Oberndorf zusammen geschlossen ist.

Herr Ott, der Wettbewerb geht schon in die Schlussphase: Gibt es eigentlich diesmal kein Rahmenprogramm?

Doch, aber abgespeckt. Wir hatten am Montag einen Vortrag von Esther und Wolfgang Schmalz über Segelfliegen in Namibia. Beide sind Fluglehrer und Mitglieder bei den Spaichingern und bei uns. Am Freitag ist zwischen 19 und 20 Uhr eine Kunstflugvorführung von Thomas Bader. Das wurde vom Dienstag wegen des schlechten Wetters geschoben.

Wie ist es mit der Bewirtung?

Den Wettbewerb veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft der Fliegergruppen auf dem Klippeneck. Die Bewirtung und das Rahmenprogramm machen die Vereine im Wechsel, aber ohne feste Reihenfolge. Und in diesem Jahr ist der Aeroclub zuständig. Aber es hat sich gezeigt, dass diese ganze Bewirtung ein solcher Aufwand ist, dass sich Vereine aufgerieben haben. Da haben Leute ihren Urlaub geopfert, um zehn Stunden Gemüse zu schnippeln. Wir haben uns gesagt, wir machen es diesmal anders und haben einen Caterer für das Essen und einen anderen für die Getränke beauftragt.

Kein Thomas Stahl, kein Schweizer Abend? Warum ist das Rahmenprogramm diesmal so klein?

Das hängt vor allem damit zusammen, dass im letzten Jahr zwei aktive Mitglieder verstorben sind. Einer ist Michael Hetzel, Stadtrat aus Rottweil und ein sehr umtriebiger Mann. Er war bei uns in der Vergangenheit immer für das Rahmenprogramm zuständig. Er kannte zum Beispiel Heini Del Core und der trat unter Konditionen auf, die uns ermöglichten, den Eintritt frei zu machen. Eben wegen der persönlichen Beziehungen. Wenn man versucht, Musiker und sonstige Künstler zu finden ohne dieses Netzwerk, ist es schwer.

Warum haben die Spaichinger nach mehreren Jahren Rahmenprogramm und Bewirtung diesmal nicht eingegriffen?

Es gibt wie gesagt keine feste Reihenfolge und ich denke, die Spaichinger wollten mal wieder jemanden anderen in der Pflicht sehen. Die Bewirtung zu stemmen, ist keine kleine Sache, und die Vereine sind nicht so groß, dass sie alles stemmen können, ohne die Mitglieder zu sehr zu belasten. Selbst jetzt stellen wir ein, zwei Vereinsmitglieder ab, um den Caterer zu unterstützen.

Das Rahmenprogramm beim Wettbewerb war in den vergangenen Jahren immer auch eine feste Größe in der Ferienplanung von Familien, Gruppen, Vereinen, Wanderern. Kann man immer noch einfach vorbei kommen und ein Bierchen trinken und Schnitzel essen?

Ja klar. Jeden Morgen zum Beispiel ist es interessant für Zuschauer, wenn so ab 11 Uhr rund 75 Segelflieger hintereinander in die Luft geschleppt werden. Oder auch die Heimflüge ab 16, 17 Uhr. Es kommt halt auf das Wetter an. Bewirtung und die Hallen sind natürlich offen. Jeder ist gern gesehen, wir haben gerne Gäste auf dem Flugplatz und man kann die Piloten gerne ansprechen oder die Flugzeuge besichtigen.

Wie läuft es nächstes Jahr?

Das kann ich noch nicht sagen, vielleicht wieder über den Spaichinger Verein.

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