Wörle-Scheller und Schulte siegen

Lesedauer: 5 Min
Kathrin Wörle-Scheller (TC BW Vaihingen-Rohr/links) und Rene Schulte (Tennisclub Blau-Weiß Villingen/rechts) gewannen den Primta
Kathrin Wörle-Scheller (TC BW Vaihingen-Rohr/links) und Rene Schulte (Tennisclub Blau-Weiß Villingen/rechts) gewannen den Primtal-Cup in Spaichingen. Vinja Lehmann und David Eisenzapf (beide Club an der Alster) waren im Endspiel unterlegen. (Foto: TC Spaichingen)
Schwäbische Zeitung

Die positive Entwicklung des Primtal-Cups hat sich fortgesetzt. Für das Tennisturnier des TV Spaichingen, das zum vierten Mal ausgetragen wurde, hatten sich 80 Teilnehmer angemeldet. „Es war der bisher am besten besuchte Primtal-Cup“, sagte TC-Pressewart Uwe Mayer.

Aber auch die Qualität der teilnehmenden Spieler sei im Vergleich zu den Vorjahren noch einmal getoppt worden, meinte er. „Bei den Herren waren sogar drei Spieler aus den Top 100. Bei den Damen haben zehn Spielerinnen in Spaichingen aufgeschlagen, die unter den Top 300 in Deutschland platziert sind“, sagte Mayer. Trotz der hohen Qualität ging das Turnier wieder mit erwartbaren Favoritensiegen zu Ende. Kathrin Wörle-Scheller (TC BW Vaihingen-Rohr) und Rene Schulte (Tennisclub Blau-Weiß Villingen e.V.) gewannen die Wettbewerbe.

Damen

Zehn Damen hatten in den Qualifikationsrunden um zwei freie Plätze im Hauptfeld gekämpft. Vivien Kutacova (Vaihingen-Rohr) und Marlene Förster (Mannheim) durften nach ihren Erfolgen am Turnier teilnehmen, bei dem nur zwei von den vier topgesetzten Spielerinnen das Halbfinale erreichten. Dabei revanchierte sich Vinja Lehmann (Club an der Alster) für das verlorene Vorjahres-Halbfinale gegen Sophia Hummel (TC Doggenburg) mit einem 6:0 und 6:3. Das zweite Halbfinale startete mit dem druckvollen Spiel von Ellen Linsenbolz (Karlsruhe) gegen Wörle-Scheller. Nachdem die Nummer 55 der Deutschen Rangliste den ersten Satz eindrucksvoll 6:2 gewonnen hatte, stellte sich Wörle-Scheller besser auf das Spiel ihrer Gegnerin ein. Sie minimierte ihre Fehlerquote und siegte verdient 2:6, 6:0, 6:4.

Das Finale verlief zuerst einseitig. Wörle-Scheller machte nahezu keine Fehler und hatte immer die richtige Antwort auf die Schläge von Lehmann. Nach dem Zwischenstand von 6:3 und 5:0 startete Lehmann noch eine Aufholjagd und zwang Wörle-Scheller zu höherem Risiko. Beim Stand von 5:4 hatte Lehmann sogar einen Spielball zum Ausgleich. Diese Chance konnte sie nicht nutzen und verlor trotz guter Leistung 6:3, 6:4.

Herren

Bei den Herren hatten sich 23 Spieler für das Turnier qualifizieren müssen. An Rene Schulte gab es für die Konkurrenz kein Vorbeikommen. Im Viertelfinale bezwang der Villinger Florian Mayer aus Rottweil 6:1, 7:6. Im Halbfinale hatte es die Nummer eins der Setzliste dann mit dem an sieben gesetzten Sascha Brechtel (Neustadt) zu tun. Weil Brechtel zuvor schon zwei Spiele über drei Sätze absolvieren musste, hatte er dem kräftigen Spiel von Schulte nichts mehr entgegenzusetzen. Brechtel gab entkräftet beim 1:6, 0:1 auf.

Der Titelverteidiger und an Position drei gesetzte David Eisenzapf aus Hamburg spielte sich ungefährdet ins Halbfinale. Dort hatte er es mit dem an zwei gesetzten Christian Hirschmüller (TC Ludwigshafen) zu tun. Dieser war bereits einmal unter den Top 700 der Weltrangliste geführt worden und startete mit starken Aufschlägen sowie einem variablen Spiel. Eisenzapf ließ sich aber nicht beirren und gewann in gewohnter Kämpfer-Manier den ersten Satz 6:3. Im zweiten Satz schlug Eisenzapf beim Spielstand von 5:3 zum Gewinn der Partie auf. Er gab sein Aufschlag-

spiel aber ab und Hirschmüller nutzte diese Chance. Im Tie-Break gewann Hirschmüller den Durchgang und erzwang den dritten Satz. In der Verlängerung des Spiels setzte sich Eisenzapf 6:3, 6:7, 6:4 durch.

Im Finale sahen die fast 100 Zuschauer, dass das Halbfinale Eisenzapf zu viel Kraft gekostet hatte. Schulte hatte nach den vorherigen Runden noch Reserven in seinem Spiel. Das Ergebnis von 6:4 und 6:4 für Schulte war zwar knapp. Der Turniersieg des Villingers aber zu keiner Zeit gefährdet.

Die Verantwortlichen des TC Spaichingen zogen nach dem DTB-Turnier ein positives Fazit. „Es war eine gelungene Veranstaltung“, lobte Michael Greidenweis, stellvertretender Vorsitzender, die Verantwortlichen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen