Denkingens Bürgermeister Rudolf Wuhrer
Denkingens Bürgermeister Rudolf Wuhrer (Foto: Gemeinde Denkingen)
Schwäbische Zeitung

Denkingens Bürgermeister Rudolf Wuhrer hat in einem offenen Brief an den FDP-Fraktionsvorsitzenden im Spaichinger Gemeinderat, Leo Grimm, eine Äußerung Grimms in der Bergsitzung des Gemeinderats Spaichingen (wir haben berichtet) zum Anlass genommen, Grundsätzliches zur Rolle der Verwaltungsgemeinschaft Spaichingen anzumerken.

Im Zusammenhang mit der Schließung des Krankenhausstandorts Spaichingen hatte Grimm unter anderem gesagt: „Wo war die Verwaltungsgemeinschaft?“ Bürgermeister Wuhrer merkt dazu an, dass es „ausdrücklicher Wunsch der Stadt Spaichingen beziehungsweise des Bürgermeisters der Stadt Spaichingen“ sei, dass sich die Rolle der Verwaltungsgemeinschaft (VG), „entgegen früherer Gepflogenheiten“, ausschließlich auf Verwaltungsangelegenheiten der VG Spaichingen beschränkt.

Dies sei beispielsweise im Rahmen einer Sitzung des Bürgermeisterausschusses auch bezüglich der Debatte um das Klinikum von Bürgermeister Schuhmacher noch einmal ausdrücklich dargelegt worden. „Sinngemäß“, so Wuhrer, habe dieser signalisiert, er gehe davon aus, dass sich die VG nicht zum Thema Klinikstandort äußern wird, und er – Bürgermeister Schuhmacher – nur die Interessen der Stadt Spaichingen vertreten werde.

Weiter habe Bürgermeister Schuhmacher in seiner Ansprache anlässlich der Verabschiedung von Helmut Götz und der Einsetzung von Natanael Schwarz als Balgheimer Bürgermeister zur Rolle der Verwaltungsgemeinschaft Spaichingen ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese nur für den verwaltungsmäßigen Ablauf der ihr übertragenen Aufgaben, aber nicht für politische Initiativen verantwortlich sei.

„Der Verwaltungsgemeinschaft nunmehr vorzuwerfen, sie sei in Sachen Klinikum untätig gewesen“, schreibt Rudolf Wuhrer, „ist angesichts der Definition der Stadt Spaichingen zur Aufgabe der Verwaltungsgemeinschaft Spaichingen, mehr wie nur dreist und sehr populistisch.“

Man könne sich dann „eben nicht aussuchen, wenn es für Spaichingen geschickt wäre, die Umlandgemeinden im Boot zu haben und wann nicht. Wir jedenfalls haben den ausdrücklichen Wunsch der Stadt Spaichingen respektiert und kommunalpolitische Initiativen nicht über die VG Spaichingen, sondern auf andere Art und Weise durchgeführt, zum Beispiel in Zusammenarbeit mit den Heuberggemeinden oder der Gründung einer N!-Region 5G.“

Weiter weist Bürgermeister Wuhrer darauf hin, dass mehrere Gemeinden aus dem Umland von Spaichingen Mitglied in der Initiative „Pro Klinikum“ sind, und so das Anliegen für den Verbleib des Klinikstandorts Spaichingen mit ihren Gremien unterstützt hätten.

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