Szene-Treff am Klippeneck

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Aus mehreren Ländern kamen die Piloten zu dem Szene-Treff am Klippeneck.
Aus mehreren Ländern kamen die Piloten zu dem Szene-Treff am Klippeneck. (Foto: Michael Schramke)
Schwäbische Zeitung

Die Fangemeinde der SD-1 Ultraleicht-Flugzeuge hat sich am Wochenende auf dem Segelfluggelände Klippeneck zum jährlichem Szene-Treff eingefunden. Am Samstagvormittag füllte sich das Vorfeld des Klippenecks rasch mit den kleinen einsitzigen Ultraleichtflugzeugen. Das Feld der Teilnehmer war international.

Die Maschinen und ihre Piloten kamen aus Haiterbach, aus Tannheim bei Memmingen, Landau in der Pfalz, Schweinfurt, aus der Nähe von Kassel, aus Siegen, Braunschweig und aus Hamm. Die Flugzeuge mit den weitesten Anreisen trafen erst am frühen Abend ein, so zwei Maschinen aus den Niederlanden. Aus einer ganz anderen Richtung kam auch die letzte Maschine des Tages: aus Graz in Österreich. Die grün-weiße Maschine musste dazu einen Teil der Alpen durchqueren, so eine Pressemitteilung. Insgesamt erreichten 13 Flugzeuge des Typs das Klippeneck, Hinzu kamen weitere Flugzeuge von befreundeten Piloten, darunter ein Doppeldecker.

Eine besondere Herausforderung nach der langen Anreise war zweifelsohne die Landung auf dem Klippeneck. Bekanntermaßen ist die Landebahn des Segelfluggeländes etwas hügelig, so die Pressemitteilung. Jede Landung eines Neuankömmlings wurde neugierig betrachtet, alle Maschinen landeten jedoch glatt.

Gleich nach der Landung gab es neben Butterbrezeln und Getränken Fachgespräche zwischen den Piloten. Eine Besonderheit an der SD-1 ist, das die Piloten ihr Flugzeug teilweise in der eigenen Garage nach strengen Vorschriften selbst gebaut und lackiert haben. Dadurch hat fast jedes Flugzeug eine eigene, teilweise recht kunstvolle Farbgebung. Einige Leser der Schwäbischen Zeitung hatten im Vorfeld von dem Fly-In erfahren und die Gelegenheit genutzt, sich den „Fliegenden Zirkus“ aus der Nähe zu betrachten und mit den Piloten ins Gespräch zu kommen.

Eine weitere Herausforderung war es, alle Flugzeuge in der Motorflughalle der Arbeitsgemeinschaft Klippeneck für die Nacht unterzubringen. Durch optimales Rangieren der Flugzeuge war es möglich, alle Flugzeuge in die Halle zu bekommen. „Vermutlich waren noch nie so viele Motorflugzeuge in Hangar des Klippenecks untergestellt“, so die Pressemitteilung.

Nachdem die letzte Hürde des Tages genommen war, wurde ein Flugzeugtransportanhänger kurzerhand als Getränkewagen und Salattheke umfunktioniert. Es ging am Rand der Landebahn ans Grillen, während die Schafherde in Richtung Gatter vorbeizog.

Als Überraschungsgäste zum Grillbuffet landeten am späten Abend zwei Segelflugzeuge des Euroglide-Wettbewerbs. Dieser laut Pressemitteilung anspruchsvolle Segelflugwettbewerb führt die Teilnehmer über 2000 Kilometer quer durch Europa. Die Piloten waren am Morgen in Budweis/Tschechien gestartet und schafften es bis zum Klippeneck.

Neben dem Flugzeug geschlafen

Einige der SD-1 Piloten schliefen direkt im Zelt neben ihrem Flugzeug, die anderen nutzten die Übernachtungsmöglichkeiten am Klippeneck.

Am Sonntag gab es nach dem Frühstück Hochbetrieb an der Flugplatztankstelle. Aufgrund des geringen Benzinverbrauchs der kleinen 24 bis 33 PS-Motoren (6,5 Liter pro Stunde) wurden jedoch im Schnitt nur 15 Liter getankt. Viele Piloten kommen damit ohne Zwischenlandung bis direkt nach Hause, so die Pressemitteilung. Kommendes Jahr treffen sie sich wieder – auf einem Flugplatz irgendwo in Deutschland.

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