Strafarbeit fürs Hausaufgaben machen in der Schule

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 Ralf Fahrländer.
Ralf Fahrländer. (Foto: Fahrländer)

In einer kleinen Serie erinnern sich Bürgermeister im Verbreitungsgebiet an ihren ersten Schultag. „Mein erster Schultag war sehr aufregend“, blickt Aldingens Bürgermeister Ralf Fahrländer zurück. „Endlich durfte ich in die Schule und mein kleiner Bruder musste noch in den Kindergarten gehen. Ich fühlte mich rundum gut aufgehoben in der Grundschule Denkingen. Die Rektorin hieß damals Frau Pahler und war eine ganz liebe Person.“ Er habe spontan nur zwei negative Erinnerungen an die Grundschule: „Der Flötenunterricht und das lästige Proben zu Hause. Das ging nur nach nachdrücklichster Aufforderung. Und eine Strafarbeit, weil ich schon in der Schule mit den Hausaufgaben begonnen hatte, man hatte mittags ja immer was vor! Das verstehe ich bis heute noch nicht. Ansonsten sind die Erinnerungen an meine Grundschulzeit in Denkingen herrlich.“

„Nicht mit dem Auto, sondern zu Fuß brachten uns unsere Muttis in ein Klassenzimmer im Erdgeschoss der jetzigen Realschule in Spaichingen“, erinnert sich Dürbheims Bürgermeister Andreas Häse. „Aber dort waren nur die evangelischen, die katholischen Schüler gingen in die Schillerschule. Denn damals wurde noch streng nach Konfessionen getrennt unterrichtet. Unsere Klassenlehrerin Frau Loff wartete schon auf uns. Aufregend war es – so viel Neues um einen herum. Und stolz waren wir, denn bei Nachfragen durften wir endlich sagen, dass wir schon in die Schule gehen. Ohne Namen zu nennen, blieb diese Freude allerdings bei manchem nicht allzu lange erhalten. Und dann waren da die „Schulmöbel“. Das waren Vorkriegsmodelle: Eine hölzerne Sitzbank für zwei Kinder, die Rückenlehne ging in den schrägen (und klappbaren) Pultbereich der nächsten Bank über. Davon waren fünf oder sechs aneinander gereiht. Und im Zimmer standen drei solche Reihen. Im oberen Teil des Pults war eine mit einem Metalldeckel verschlossene Halterung für das Tintenfass. Aber das war zum Glück nicht mehr in Betrieb. So fortschrittlich waren wir schon, dass es Füller mit Patronen gab.“

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