Stiftung will engagierte Jugendliche belohnen

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Sie wollen weiterhin gemeinsam Gutes tun: die Vorstandsmitglieder der Bürgerstiftung und der Stiftungsrat. Unser Bild zeigt von
Sie wollen weiterhin gemeinsam Gutes tun: die Vorstandsmitglieder der Bürgerstiftung und der Stiftungsrat. Unser Bild zeigt von links: Rainer Eyrich, Christel Zirn, Regina Wenzler, Thomas Kästle, Franz Schuhmacher, Bettina Bernhard, Hermann Früh, Gab (Foto: Bianka Roith)
Bianka Roith

Die Bürgerstiftung Spaichingen will dieses Jahr nach 2016 zum zweiten Mal einen Jugendsozialpreis ausschreiben. Vereine, Organisationen, Schulen, Kirchen und Privatleute können Vorschläge liefern von Jugendlichen, die sich sozial engagieren. Verliehen wird der Preis am 26. September in der Erwin-Teufel-Schule.

Unter der Prämisse „Gelingendes Miteinander“ macht sich die Bürgerstiftung seit vielen Jahren stark für ihre Mitbürger. „Es soll eine lebendige Bürgergemeinschaft sein. Wir wollen Impulse und Anregungen geben, kurze Wege gehen“, so Vorsitzender Franz Schuhmacher in seiner Begrüßungsrede der jährlichen Versammlung im Rathaus-Sitzungsraum. „Keiner kann alleine die Welt retten.“ Er bedankte sich bei allen Stiftungsratsmitgliedern. „Danke, weil wir Sie gebraucht haben und brauchen werden.“

Regina Wenzler, zweite Vorsitzende, ließ das vergangene Jahr Revue passieren. Sie kam zu sprechen auf die Spende von 1000 Euro für die Sprachförderung des Fördervereins Schillerschule, auf die Homepage der Bürgerstiftung, auf die Bürgerlaible, die in der Bäckerei Büchle verkauft werden, auf die Adventsfenster-Aktion und den 80. Geburtstag von Thomas Kästle, der sich um die Finanzen kümmert. Außerdem gab es eine größere Spende der Firma Marquardt in Rietheim-Weilheim. „Es freut uns sehr, wenn sich auch auswärtige Firmen mit der Bürgerstiftung solidarisch zeigen.“

Den Kassenbericht verlas Thomas Kästle und bekam von den Prüfern Matthias Weber und Hermann Früh großes Lob. „Ich wollte eigentlich dieses Jahr aufhören“, bekannte Kästle. Doch er ließ sich von Franz Schuhmacher überreden weiterzumachen. „Aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass ich das Amt wieder drei Jahre ausüben kann. Irgendwann geht man in Ruhestand.“

Der Vorsitzende zeigte sich froh, dass Kästle nochmals zugestimmt habe. Außerdem betonte er, dass die Spenden der Stiftung lediglich aus dem Zinsertrag stammen. „Wir haben das Stiftungskapital noch nie angegriffen.“ Sogar die Briefe würden selber ausgetragen, um Portokosten zu vermeiden.

Die von Matthias Weber beantragte Entlastung von Stiftungsrat und Vorstand fiel einstimmig aus. Auch die Wahlen wurden ohne Diskussionen durchgeführt. Vorsitzender des Stiftungsrats bleibt Weber, seine Stellvertreterin Christel Zirn, Mitglieder bleiben Bettina Bernhard, Roland Dreizler, Rainer Eyrich, Hermann Früh, Gabriele Polzer und Karsten Schmieder. Vorsitzender des Vorstands bleibt Franz Schuhmacher, seine Stellvertreterin Regina Wenzler und Kassierer Thomas Kästle.

Dann unterbreitete Schuhmacher die Ideen und Aktivitäten für 2018. Neben dem Jugendsozialpreis wird eine Sponsoren- oder Spenderwanderung um Spaichingen herum oder im Ort unter dem Motto „Wir wandern mit und für die Bürgerstiftung“ organisiert. Wanderführer ist Albert Teufel. Dieses Jahr soll es auch endlich mit einer Pflanzaktion klappen. Federführend ist Stefan Schrode, Vorsitzender der Albvereinsjugend. Geplant ist auch ein Lichtbildervortrag von der Spaichinger Hauptstraße in alter Form.

Ein Benefizkonzert mit Vereinen könne wohl erst 2019 stattfinden, hieß es. Die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden planen für dieses Jahr ein Jugendevent, ein Konzert mit Kosten von 6000 Euro. Hierfür werde die Bürgerstiftung 1000 Euro spenden. Ein Projekt, das den Vorstandsmitgliedern vorschwebt, ist immer noch ein Reparaturcafé unter dem Motto „Statt wegwerfen reparieren“. Dieses soll nicht nur ein Ort zum Treffen sein. „Auch die Handwerker können sich einbringen.“

Die Stiftung möchte verstärkt auf Spendenwerbung setzen und dazu Handel, Handwerk und Industrie aufrufen. Als Dankeschön werde es eine Spendertafel mit allen Namen geben. Mit einem Lob ging die Versammlung zu Ende: Gabriele Polzer, Mitglied im Stiftungsrat, bedankte sich beim Vorstand für das Spenden-Engagement. Es seien einzelne kleine Schritte, die ein großes Ganzes ergäben. „Und das ist dankenswert.“

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