Staudenmayer greift Ratskollegen an

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 Gemeinderat Heinrich Staudenmayer hat sich zur Diskussion um die Gemeinderatssitzung vom 16. Dezember geäußert.
Gemeinderat Heinrich Staudenmayer hat sich zur Diskussion um die Gemeinderatssitzung vom 16. Dezember geäußert. (Foto: Archiv: Freie Wähler)
Schwäbische Zeitung

Spaichingen (sz) - Zur Diskussion über den plötzlichen Abbruch der letzten Gemeinderatssitzung des vergangenen Jahres, meldet sich jetzt auch der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Gemeinderat, Heinrich Staudenmayer, zu Wort. Er bezieht sich auf den Leserbrief: „Howgh! Ich habe gesprochen!“ vom 28. Dezember.

Dass ausgerechnet Karl May dafür herhalten müsse, „damit das mutmaßliche Geschehen im Gemeinderat der Stadt Spaichingen durch den zurückgetretenen Ex-Rat Hans-Otto Müller kommentiert wird, entbehrt nicht einer gewissen Komik“, schreibt Staudenmayer. Es sei ja allgemein bekannt, dass die Geschichten von Winnetou und Kara ben Nemsi Effendi allesamt erfunden worden seien und nur der Phantasie eines notorischen Lügners und Hochstaplers entsprungen seien. „Genauso wie die vielen unbewiesenen Vorwürfe, Anzeigen und Dienstaufsichtsbeschwerden, an denen der o.g. Ex-Stadtrat Müller maßgeblich beteiligt gewesen sein soll. Diese taugen allenfalls noch für ein Schenkelklopfen unter frustrierten und ungehörten Kritikern des Spaichinger Bürgermeisters“, so Staudenmayer.

Zur Versachlichung der Debatten könne man aber dem Vorschlag folgen, und eine Verschlankung des Gemeinderates in Betracht ziehen. Denn die bisherigen Erfahrungen mit einem verkleinerten Gemeinderat seien als positiv zu bezeichnen. „Insbesondere wenn eine bestimmte Person, die sich für Caesar hält, die Sitzungen vorzeitig verlässt.“

Staudenmayer legt Kollegen, die er allerdings nicht nennt, den Rücktritt nahe: „Und für alle Gemeinderäte, die nach zehnjähriger Tätigkeit immer noch nicht wissen, was in der Gemeindeordnung steht: man kann nach dieser Zeit ohne Angabe von Gründen still und leise seine Sachen packen, das Gremium verlassen und für Bürger Platz machen, die nicht nur ihr eigenes Ego pflegen.“ Dies hätte auch den Vorteil, dass das Ansehen der Stadt „nicht weiter geschädigt werden würde und potentielle Bürgermeisterkandidaten nicht abgeschreckt. „Hugh, Howgh oder wie auch immer...“, schließt Staudenmayer.

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