Startschuss für Einbahnring-Projekt

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Spatenstich für den Einbahnring unter strahlend blauem Himmel: Gerd Jäger, Dieter Grimm (Firma Walter), Michael Braun (Bauamtsle
Spatenstich für den Einbahnring unter strahlend blauem Himmel: Gerd Jäger, Dieter Grimm (Firma Walter), Michael Braun (Bauamtsleiter), Bürgermeister Dominic Butz, Firmenchef Willy Walter, Peter Laube (Regierungspräsidium, Markus Villing (Landratsamt) (Foto: Regina Braungart)
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1,3 Millionen investieren Land, Kreis und Gemeinde Frittlingen in die Umgestaltung dreier Straßen zu einem „großen Einbahnring“ in der Ortsmitte. Am Freitag war symbolischer Spatenstich.

Gekommen waren Vertreter aller beteiligten Institutionen und Firmen, vom Planungsbüro über das Regierungspräsidium bis zur Baufirma. Und es waren zahlreiche Frittlinger Bürger gekommen, darunter auch einige direkte Anwohner. Alle wurden nach vollbrachtem Spatenstich zu einem kleinen Vesper ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen.

Bürgermeister Dominic Butz, der seit 1. März im Amt ist, schilderte in seiner kurzen Ansprache den mehrjährigen Vorbereitungsprozess des jetzt gestarteten Projekts. dieser sei mit Diskussionen und Skepsis verbunden gewesen. An Fasnet habe sich ein Wagen mit dem Thema beschäftigt und das sei das beste Zeichen dafür, dass etwas die Leute umtreibe.

Er denke, dass das Vorhaben inzwischen auch bei den Anwohnern Akzeptanz finde. Nicht nur zur Verkehrslenkung, sondern auch als Anfang zur Neugestaltung der Frittlinger Ortsmitte, die damit schöner wird. „Unser Ort wird ein neues Gesicht bekommen und ich glaube, es wird allen gefallen.“ Von den 1,3 Millionen inklusive Kanal und Breitbandverkabelung trägt das Land 271000 Euro, der Kreis 48000 Euro, die ENRW 43000 Euro und ein weiterer Zuschuss betrage 294 000 Euro, sodass die Gemeinde die Hälfte der Kosten, 650000 Euro, tragen werde. „Es ist das wert“.

Das Projekt wird, sollte alles nach Plan laufen, im Sommer 2019 fertig sein.

Planer Karl Hermle schilderte kurz, dass es nicht ganz einfach gewesen sei, die Projektbeteiligten Land, Landkreis, Gemeinde unter einen Hut zu bringen es aber nun gut starte. Der Chef der ausführenden Baufirma Walter aus Trossingen, Willy Walter, bat um Verständnis, wenn es während der Bauphase die eine oder andere Behinderung geben sollte, oder auch die Fronleichnamsprozession in diesem Jahr einen anderen Weg nehmen müsse. Er bat die Anwohner, Polier oder Bauleiter anzusprechen, wenn sie etwas zu monieren hätten. Diese fänden dann sicher eine Lösung.

So ganz überzeugt scheinen hingegen nicht alle Anwohner. Im Vorfeld hatte es nicht nur Informationsveranstaltungen, sondern auch einen „Probelauf“ gegeben. Allerdings fiel der mit einer Baumaßnahme an der B 14 – bei der Frittlingen in der Umleitungsstrecke lag – zusammen, was die Zahlen von 500 auf 7000 Fahrzeuge täglich schnellen ließ, die sonst nie erreicht würden.

Eine Mehrzahl der Bevölkerung hatte sich bei einer Umfrage für die Lösung ausgesprochen. Anwohner monierten, dass sie allein die Betroffenen seien.

Bürgermeister Butz hatte im Wahlkampf versprochen, die Sache noch zu prüfen. Das habe er gemacht, so sagte er auf unsere Nachfrage. Und er sei von dem Projekt überzeugt. Und auch davon, dass auch die noch skeptischen Anwohner die Aufwertung des ganzen Bereichs nach Abschluss der Baumaßnahme auch schätzen werden.

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